Im Juni und Juli, wenn die Tomaten so langsam reif werden, beobachtet man manchmal, dass die Früchte von unten her braun werden und faulen. Beginnend an der Spitze dehnt sich eine kreisförmige braune Stelle immer weiter aus – die Blütenendfäule. Dabei handelt es sich nicht um eine gefürchtete Krankheit oder um einen Pilz, der rasend schnell alle anderen Tomaten befällt – die Blütenendfäule ist ungefährlich und lässt sich leicht vermeiden bzw. behandeln. Hier erzähle ich Dir, was es damit auf sich hat und warum man nicht in Panik verfallen muss.

Was ist Blütenenfäule?
Blütenendfäule ist eine Mangelerscheinung bei Tomaten, manchmal auch bei Zucchini. Sie zeigt Calciummangel an. Durch das Fehlen dieses Nährstoffes kommt es zu diesem typischen Schadbild an den Früchten. Die Tomaten werden von der Spitze her braun und sehen wässrig aus. Also dort, wo sich einmal die Blüte befunden hat. Diese braune Stelle breitet sich dann immer weiter über die Frucht aus. Dies lässt die Tomaten unappetitlich aussehen und die Ernte wird geschmälert.
Doch man kann etwas dagegen tun. Blütenendfäule wird NICHT von Pilzen, Bakterien oder Viren verursacht – es liegt ausschliesslich am Calcium-Mangel. Daher ist sie auch nicht ansteckend.
Betroffen sind übrigens oft die großen und schnell wachsenden Tomatensorten. Diese brauchen besonders viele Nährstoffe und damit auch viel Calcium.
Wie kann man Blütenendfäule vermeiden?
Calciummangel und damit die Blütenendfäule kann verschiedene Ursachen haben. Die erste ist Wassermangel. Ohne Wasser kann sich kein Calcium aus dem Boden lösen, um der Tomate zur Verfügung zu stehen. Regelmäßiges Gießen ist bei Tomaten also unbedingt notwendig, wenn es lange Zeit nicht regnet. Eine Tröpfchenbewässerung kann hier bequeme Abhilfe schaffen.
Der zweite Grund für Calciummangel ist, wenn im Boden zu wenig Calcium vorhanden ist. Dieser Mangel lässt sich ebenfalls leicht beheben. Algenkalk versorgt den Boden mit einer guten Portion Calcium (Algenkalk ist universell im Garten einsetzbar). Oder man benutzt einen speziellen Calcium-Dünger. Damit versorgt man die Tomaten nicht nur mit Calcium sondern mit allen wichtigen Nährstoffen und schlägt damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe ;-)
Wie lässt sich Blütenendfäule behandeln?
Blütenendfäule lässt sich leider nicht kurieren. Einmal betroffene Früchte werden durch die Calciumgabe nicht „repariert“. Deshalb sollte man vorbeugen und schon bei den ersten Anzeichen mit Calcium behandeln bzw. die Wassergaben erhöhen.
Kann man Tomaten mit Blütenendfäule noch essen?
Die Früchte, die Anzeichen für Blütenendfäule haben, können unbedenklich verzehrt werden. Man schneidet einfach die braunen Stellen ab.
Fazit
Blütenendfäule an Tomaten ist ärgerlich, aber ungefährlich. Sie ist nicht giftig, nicht ansteckend und lässt sich mit etwas Vorbeugung vermeiden. Ausreichende Wassergaben und eine ausreichende Versorgung mit Calcium lassen die braunen Stellen an den Tomaten bald der Vergangenheit angehören.


