Jedes Jahr das selbe Chaos. Die Samentütchen fliegen lose in einer Kiste umher, aus einigen sind sogar die Samenkörner herausgepurzelt – da muss unbedingt Ordnung hinein! Und erst das selbst geerntete Saatgut aus dem Garten. Wie soll man sein Saatgut aufbewahren? Ich habe mich auf die Suche nach Tipps und Ideen zur Saatgutaufbewahrung gemacht und auch einen Blick in meine eigene Saatgutsammlung geworfen.

Saatgut kann man gut in Holzkisten aufbewahren

Saatgut richtig aufbewahren

Saatgut ist lebendig und daher nicht unbegrenzt haltbar. Mit der richtigen Aufbewahrung und Lagerung bleibt es länger frisch und keimfähig. Wenn man es verpackt und beschriftet, findet man es auch schneller wieder! ;-) Portionsweise verpacktes Saatgut kann man übrigens wunderbar auf einer Saatguttauschbörse mit anderen Gärtnern tauschen und so seine Sammlung und Gemüsevielfalt im Garten vergrößern!

Saatgut vorbereiten

Gekauftes Saatgut bekommt man bereits perfekt vorbereitet für die Aufbewahrung. Selbst gesammeltes Saatgut wird in jedem Fall zuerst gut getrocknet, bevor man es verpackt. Fremdkörper wie Steinchen, Blätter oder Samenkapsel-Reste werden entfernt. Es sollten nur die reinen Samenkörner aufbewahrt werden.

Verpackung

Wenn ich Saatgut aus dem Handel benutze, dann achte ich darauf, dass ich die Samentütchen so öffne, dass ich sie nachher wieder fest verschließen kann. Meist befindet sich an der Stelle, wo man die Päckchen öffnet, das Haltbarkeitsdatum. Diesen Bereich lässt man intakt – nicht wegschneiden oder abreißen! Das Saatgut, was ich nicht benutze, wird einfach in der Verkaufsverpackung, also im Tütchen, gelagert. Schon der schönen Bildchen wegen.

Anders ist es beim selbst geerntetem Saatgut. Das fülle ich nach der Ernte portionsweise in Papiertütchen um. Diese Tütchen kann man kaufen oder selber basteln. Größere Mengen Saatgut lassen sich prima in Blechdosen, Kaffeefiltertüten, Pralinenschachteln etc. aufbewahren. Das Saatgut muss komplett trocken sein!

Ideen für die Saatgut-Verpackung:

  • Papiertütchen
  • leere Pralinen-Kartons
  • Blechdosen mit Deckel (klein und groß)
  • Gläschen mit Deckel
  • Kaffeefiltertüten
  • Streichholzschachteln
  • Holzkisten (Zigarrenkisten)
  • Camembert-Spankistchen (für großes Saatgut wie Kürbis, Bohnen etc)

Wie man sieht, muss man Saatgutverpackungen oft nicht kaufen. Man nutzt einfach bestehende Verpackungen von Lebensmitteln oder man bastelt sich einfach selbst welche aus Papier oder Pappe.

Beschriftung

Mit der richtigen Beschriftung wird die eigene Saatgut-Sammlung perfekt. Jedes Saatgut sollte beschriftet werden, damit kein Chaos entsteht und damit man immer den Überblick behält. Bereits nach der Saatguternte wird die Sorte notiert, der Rest folgt dann später beim Abfüllen in die Lagerbehälter oder in die Samentütchen.

Saatgut-Beschriftung:

  • Sorte
  • Erntejahr
  • haltbar bis
  • evtl. Infos zur Aussaat

Bei gekauftem Saatgut befindet sich meist ein kleiner Keimschutzbeutel im Samentütchen. Wenn dieser nicht beschriftet ist, hole ich das sofort nach dem Öffnen des Tütchens nach und schreibe Sorte und Haltbarkeit darauf. Falls der Keimschutzbeutel in meiner Saatgutkiste einmal auf Wanderschaft gehen sollte, weiss ich trotzdem immer, was drin ist, auch ohne das Samentütchen.

Tipp: Wenn man in seiner Saatgut-Sammlung überlagertes Saatgut findet, dann kann eine Keimprobe über die Keimfähigkeit Aufschluß geben. Meist ist Saatgut länger haltbar als angegeben und man muss es nicht wegwerfen.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit zum Saatgut aufbewahren

Saatgut bewahrt man am besten kühl und trocken auf. Dann bleibt es lange haltbar und keimfähig. Ideal sind Temperaturen um 15°C mit einer Luftfeuchtigkeit um 35%. Meist sind im kühlen und dunklen Keller die Bedingungen ideal. Wenn man Probleme mit der Luftfeuchtigkeit hat, benutzt man für die Lagerung luftdicht verschließbare Gefäße. Ein Päckchen Silica-Gel nimmt überschüssige Luftfeuchtigkeit auf und hält das Saatgut trocken.

Ich persönlich lagere meine Saatgutsammlung in nicht luftdichten Holzkisten und habe damit bisher nur gute Erfahrungen gemacht.

Fazit

Um die optimalen Lagerbedingungen für Saatgut zu erreichen, muss es trocken, kühl und dunkel aufbewahrt werden. Für niedrige Luftfeuchtigkeit benutzt man am besten verschließbare Gefäße, die Platz für viele Samentütchen bieten. Jedes Saatgut ist dabei mit Sorte, Ernte- und Mindesthaltbarkeitsdatum beschriftet. So verliert man nie den Überblick über die eigene Saatgutsammlung und das Saatgut bleibt bei besten Lagerbedingungen lange keimfähig.

Hier weiterlesen: In Teil 2 der Reihe bekommst Du Tipps für das Sortieren Deiner Saatgutsammlung: Saatgut sortieren – Überblick behalten

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