Diese Frage treibt jeden Gärtner früher oder später an den Rand des Wahnsinns: Wie soll ich mein Saatgut sortieren? Die Saatgut-Tütchen werden immer mehr und irgendwann sieht man nicht mehr durch. Die Art der Sortierung ist jedoch eine Frage des persönlichen Geschmacks und der persönlichen Bedürfnisse. Eine allgemeingültige Antwort, eine perfekte Methode zum Saatgut sortieren gibt es wahrscheinlich nicht. Ich zeige Dir hier, wie ich es mache und welche anderen Methoden es noch so gibt. Los geht’s!

Saatgut grob vorsortieren

So sortiere ich mein Saatgut: Als erstes teile ich alle meine Samentütchen grob in zwei Gruppen ein. Gemüse und Blumen. Kräutersaatgut ordne ich beim Gemüse mit ein. Mit dieser Grobsortierung brauche ich theoretisch nur zwei Kisten für all mein Saatgut. Und diese zwei kleine Kisten halten mich davon ab, zu viel Saatgut zu kaufen ;-)

Saatgut sortieren in Kisten
Saatgut kann man prima nach Aussaatzeitpunkt sortieren

Saatgut nach Aussaatzeitpunkt sortieren

Jetzt sortiere ich mein Saatgut nach dem Aussaatzeitpunkt. Für mich persönlich hat sich diese Methode als zeimlich praktisch erwiesen. Im Samenkistchen richte ich mir kleine Fächer ein, die mit den jeweiligen Monatsnamen beschriftet werden. In diese Fächer sortiere ich das Saatgut hinein, welches in dem betreffenden Monat ausgesät werden muss. Der Aussaattermin steht auf den gekauften Samentütchen drauf. Auf den Tütchen mit dem selbstgesammelten Saatgut habe ich es draufgeschrieben oder ich schaue im Internet nach.

Wenn ich dann im Garten das Saatgutkistchen vor mir habe, schaue ich einfach in den aktuellen Monat und weiss sofort, was ich säen kann. Damit gehört vergessenes Gemüse der Vergangenheit an! Besonders, wenn sich irgendwo im Beet eine Lücke andeutet, weiss ich immer, was sich als Lückenfüller noch aussäen lässt.

Wenn ich ein Saatgut habe, was ich mehrfach im Jahr aussäen möchte, dann lege ich dafür eine eigene kleinere Kiste an. Meistens gibt’s von diesen Ganzjahres-Aussaaten so viele Sorten, dass ich sowieso mehr Platz dafür benötige, wie z.B. für Radieschen oder verschiedene Kräuter. Wenn es bei einem oder zwei Tütchen bleibt, dann stecke ich sie nach der Aussaat einfach einen oder zwei Monate weiter nach hinten. Je nachdem, wann die nächste Aussat geplant ist.

Im Winter, wenn es im Garten ruhiger ist, gehe ich die Saatgut-Kiste durch und werfe abgelaufenes Saatgut weg. Dann wandern auch die Gemüse wieder in ihren frühest möglichen Aussaat-Monat.

Den perfekten Überblick über Deine Saatgutsammlung behältst du mit einer digitalen Saatgutliste, ganz einfach in Deiner Tabellenkalkulation. Ich habe für Dich eine Saatgutliste als Vorlage zum Download vorbereitet. Wenn man viel Saatgut in seiner Sammlung hat, kann man es damit gut organisieren.

Eigene Kisten für spezielle Sorten

Saatgut, von dem ich besonders viele Sorten habe, bekommen bei mir ein eigenes Kistchen, beispielsweise:

  • Möhren (unterteilt in Frühjahr-/Sommer-/Herbstsorten)
  • Radieschen (unterteilt wie Möhren)
  • Gurken (Freiland / Gewächshaus)
  • Kürbis/Zucchini
  • Chili / Paprika
  • Tomaten
  • etc.

Diese Gemüse haben so viele Sorten und entsprechend viele Samentütchen, so dass meine „Haupt „-Gemüsekiste schnell überfüllt wäre. Deshalb lagere ich sie einfach in eigene Kistchen aus.

Blumensamen lässt sich nach diesem System ebenfalls sehr gut sortieren.

Nach Pflanzengruppe

Eine weitere Methode Saatgut zu sortieren, ist nach Pflanzengruppe. Das ist besonders dann praktisch, wenn man viel Saatgut hat. Und wenn man mit Beetplänen arbeitet, in denen der Aussaatzeitpunkt fest markiert ist. Für „Spontan-Aussäer“ ist die oben genannte Methode eventuell praktischer. Einfach ausprobieren! Umsortieren dauert nicht lange.

Beispiele für Pflanzengruppen:

  • Wurzelgemüse
  • Kräuter
  • Salate
  • Kohlgemüse
  • etc.

Für mich eignet sich diese Methode nicht so gut, aber das muss jeder für sich selbst herausfinden. Wenn Du schon eine Weile gärtnerst, dann schau doch einmal gedanklich auf die letzten Gartenjahre zurück und überlege, wie Du Dein Saatgut am besten sortieren kannst, damit Du alles schnell wiederfindest und beim Aussäen nichts vergisst.

Tipp zur Saatgut-Aufbewahrung

Falls Du viel Saatgut hast und jederzeit den ultimativen Überblick brauchst, dann kannst Du die Tütchen in Klarsichthüllen aufbewahren. Diese Hüllen haben vorgefertigte Fächer, in die man die Tütchen einschieben kann. Die Hüllen passen perfekt in A4-Aktenordner. Ich kenne Leute, die haben Aktenordnerweise Tomatensaatgut gesammelt!

Tipp: Zum Weiterlesen empfehle ich Dir meinen Blogbeitrag zum Thema Saatgut-Aufbewahrung: Saatgut aufbewahren – praktische Ideen und Tipps

Holzkisten und Schachteln sind toll für Saatgutaufbewahrung
Saatgut kann man in Kisten gut aufbewahren und sortieren. Aber der Fantasie sind bei der Saatgutaufbewahrung natürlich keine Grenzen gesetzt.

Fazit

Um die beste Sortierung für das Saatgut herauszufinden, ist es gut, wenn man sich selbst Gedanken über die Arbeitsabläufe bei der Aussaat macht. Die Sortier-Methode soll Dich ja schließlich bei Deiner Arbeit im Garten unterstützen und nicht behindern. ;-) Für mich hat sich die Sortierung nach Aussaatzeitpunkt bewährt. Aber auch eine Sortierung nach Pflanzengruppe kann sinnvoll sein. Wie sortierst Du Dein Saatgut? Ich würde mich freuen, wenn Du mir einen Kommentar da lässt und mir verrätst, mit welcher Sortiermethode Du gute Erfahrungen gemacht hast. Viel Spaß beim Aussäen!

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