Wenn man gerne kocht und lecker isst, sind es die Gewürze und Aromen, die für den kleinen, aber feinen Geschmacksunterschied sorgen. Eine tolle Idee ist es, sich Kräutersalz selber zu machen und damit den Speisen und Gerichten den letzten Schliff zu geben! Man nimmt dafür am besten frische sonnenverwöhnte Kräuter aus dem eigenen Garten. Die werden genau dann geerntet, wenn sie das Maximum an Aroma haben.

So konserviert man den Geschmack des Sommers bis weit in den Winter hinein. In diesem Artikel lernst Du, wie einfach Du Dir ein schönes, aromatisches Kräutersalz herstellen kannst und worauf es dabei ankommt. Außerdem bekommst viele Tipps und Inspirationen für Dein persönliches Kräutersalz-Rezept.

Welche Kräuter eignen sich für Kräutersalz?

Wenn man Kräutersalz herstellen möchte, beginnt man am besten mit einem Streifzug durch den Garten. Das muss nichtmal der eigene sein, man kann auch Freunde fragen, ob man bei ihnen ein paar Kräuter stibitzen darf.

Kräutersalz lässt sich mit fast allen Kräutern herstellen, die man im Garten findet. Sie sollten aromatisch sein und viele ätherische Öle beinhalten. Besonders zu empfehlen sind:

  • Rosmarin
  • Salbei
  • Thymian
  • Basilikum
  • Currykraut
  • Liebstöckel
  • Oregano

Man hat die Wahl, ob man frische oder getrocknete Kräuter verarbeiten möchte. Entscheidet man sich für die frische Variante, dann konserviert man das volle Aroma mit allen ätherischen Ölen. Der Nachteil ist, dass die Feuchtigkeit der Kräuter in das Salz übergeht, welches dadurch etwas weniger streufähig wird.

Bei getrockneten Kräutern geht durch das Trocknen ein Teil des Geschmacks verloren. Dadurch, dass dem Salz weniger Wasser zugeführt wird, ist Kräutersalz aus getrockneten Kräutern besser streufähig.

Kräutersalz in Gläsern
Kräutersalz kann man mit Rosmarin oder Thymian selber machen. Schichtweise Salz und Kräuter sieht besonders dekorativ aus.

Bester Zeitpunkt für die Kräuter-Ernte

Die meisten Kräuter sind kleine Sonnenanbeter. Man erntet sie deshalb am besten an einem Tag inmitten einer Schönwetterperiode. Der letzte Regen liegt dann schon eine Weile zurück und die sonnenverwöhnten Kräuter strotzen nur so vor Aroma. Probier doch mal – zupfe ein Blättchen ab und koste! Wenn Deine Geschmacksknospen jubilieren, ist genau der richtige Erntezeitpunkt gekommen.

Bevor die Sonne hoch am Himmel steht, am Vormittag, ist der günstigste Moment für die Ernte. Bei Rosmarin und Thymian ist der perfekte Zeitpunkt kurz vor dem Blühbeginn. Oregano hat den höchsten Aromagehalt, wenn er in voller Blüte steht. Bei allzu großer Hitze sollte man allerdings mit der Ernte auf kühlere Temperaturen warten. Grundsätzlich lassen sich Kräuter ganzjährig ernten. Man muss aber auf Einiges an Aroma verzichten, wenn man den optimalen Zeitpunkt verpasst.

Welches Salz nehmen?

Beim Salz kann man sich so richtig austoben. Für Kräutersalz lässt sich jedes beliebige Salz verwenden, dass auch als Speisesalz geeignet ist. Ich persönlich nehme gerne Meersalz oder feines Kochsalz.

Meersalz ist relativ grob, man kann es aber in einem Mörser zerkleinern, wenn gewünscht. Nur nicht in der Küchenmaschine, denn die Messer werden im Nu stumpf!

Gröberes Salz sieht in Gläschen ganz hübsch aus, streut sich aber schlecht. Feines Speisesalz (Kochsalz) eignet sich besser zum Streuen. Damit hergestelltes Kräutersalz lässt sich auch prima mit einem Salzstreuer dosieren.

Weiterhin gibt es noch unzählige weitere Salz-Sorten wie z.B. Himalayasalz, Siedesalz, Fleur de Sel. Auch diese Salzsorten lassen sich mit wunderbar mit Kräutern aufpeppen. Einfach ausprobieren!

Man hat die Wahl zwischen behandeltem oder naturreinem Salz, was meist nicht behandelt wird. Im feinen Speisesalz ist fast immer eine Rieselhilfe untergemischt, die vor Verklumpung schützt. Oft sind auch Ergänzungsmittel wie Jod oder Fluor beigegeben. Diese Beimischungen fehlen bei den Natursalzen, die wiederum viele Mineralien enthalten.

Welches Salz man wählt, ist dem persönlichen Geschmack überlassen. Salz mit Jod oder Fluor haben zusätzlich noch einen guten Effekt für die Gesundheit.

Tipp: Wenn Du Salz aus Deiner Region benutzt, wird aus dem Kräutersalz etwas ganz Besonderes! Vielleicht gibt es bei Dir in der Umgebung sogar eine Saline? Hier gibt es eine Übersicht über die Salinen in Deutschland, wo man mit etwas Glück Salz kaufen kann.
(Hinweis: Die Liste enthält aktive und stillgelegte Salinen.)

Sehr empfehlenswert ist übrigens auch der Wikipedia-Artikel zum Thema Speisesalz. Dort lernt man viel Wissenswertes über das allgegenwärtige Gewürz, ohne das man in der Küche den Herd gar nicht erst anzuschalten braucht :-)

Vorsicht ist jedoch beim sogenannten „schwarzen Salz“ geboten (Kala Namak). Dieses Salz kommt oft aus Indien oder Pakistan und enthält viel Schwefel. Feinschmecker lieben es, doch der leichte Duft nach faulen Eiern ist nicht jedermanns Sache…

Falls man ein auf der Suche nach einem besonderen Salz ist, wird man im Internet jederzeit fündig. Hier sind ein paar Inspirationen:

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Kräutersalz selber machen

Nachdem man sich für ein Salz entschieden hat, kann jetzt direkt mit der Herstellung begonnen werden.

1. Kräuter waschen

Frische Kräuter werden zuerst gründlich gewaschen und abgetrocknet. Ziel soll sein, nicht zu viel Wasser ins Salz einzubringen, sonst verklumpt es leicht. Man lässt die Kräuter am besten nach dem Waschen eine Weile auf einem Tuch trocknen.

2. Blättchen abzupfen

Anschließend werden sie von ihren holzigen Teilen befreit. Besonders bei Rosmarin sollte man alle Blättchen gründlich vom Zweig entfernen. Auch Thymian hat viele holzige Stängel. Es soll ja später niemand auf Holz herumkauen müssen ;-)

3. Kräuter zerkleinern

Danach zerkleinert man die Kräuter mit einem scharfen Küchenmesser so fein wie möglich. Getrocknete Kräuter werden ebenfalls zerkleinert oder zerrieben.

4. Kräuter-Salz-Mischung herstellen

Ganz nach Belieben mischt man nun die Kräuter zu einer Kräutermischung zusammen oder man verarbeitet sie pur.

Das Salz gelingt am besten, wenn man auf 100g Salz etwa 15 – 20g fein zerkleinerte Kräuter verwendet. Wenn man sich beim Mischungsverhältnis nach dem persönlichen Geschmack richtet, kann jedoch nicht viel schief gehen.

Ich finde es besonders schön, wenn Salz und Kräuter schichtweise in Gläschen gefüllt werden. Das gibt eine tolle Optik und ist perfekt zum Verschenken geeignet. Man kann Kräuter und Salz auch wild durcheinander mischen. Dadurch verteilt sich das Aroma noch gleichmäßiger.

Das Aroma aus den Kräutern geht nun nach und nach in das Salz über. Gleichzeitig sorgt das Salz für eine Konservierung auf natürliche Art. Schimmel hat keine Chance.

Kräutersalz lässt sich auch ohne Rezept selber herstellen
Wenn man das Kräutersalz in hübsche Gläser füllt, hält es länger! Wenn man dazu noch etwas mehr Talent zum Beschriften hat als ich, ist es sogar ein perfektes Geschenk.

Aufbewahrungstipps

Salz neigt dazu, feucht zu werden, weil es Wasser aus der Luft bindet (es ist hygroskopisch). Es wird dann klumpig und lässt sich nur noch schlecht streuen. Um dies zu vermeiden, bewahrt man Kräutersalz am besten in dicht verschlossenen Gefäßen auf. Je weniger Feuchtigkeit an das Salz gelangt, desto besser.

Man findet im Handel eine Vielzahl von hübschen Behältnissen. Kleine Gläschen mit Bügelverschluss und Dichtring sind gut geeignet und sehen klasse aus. Auch Reagenzgläser mit dicht schließenden Korken machen optisch viel her. Keramikgefäße funktionieren auch gut, aber dort ist die hübsche Kräuter-Salz-Mischung von außen nicht sichtbar.

Wer upcyceln möchte, nutzt einfach leere kleine Marmelade-Gläschen zum Aufbewahren von Kräutersalz. Man entfernt die alten Etiketten, reinigt und trocknet (!) die Gläser gründlich und schon kann das Salz eingefüllt werden.

Dem persönlichen Geschmack sind bei der Auswahl der Gefäße keine Grenzen gesetzt. Sogar in praktischen Salzstreuern kann man es verwenden. Wenn man streuen möchte und das Salz durch die Kräuter zu feucht ist, helfen ein paar Reiskörner, die man unter das Salz mischt. Sie nehmen überschüssiges Wasser auf.

Kräutersalz in der Salzmühle habe ich selbst noch nicht ausprobiert. Es könnte jedoch passieren, dass die Kräuter das Mahlwerk verkleben. Mit getrockneten Kräutern, die von vornherein wenig Wasser enthalten, würde ich persönlich einen Versuch wagen. Ich habe aber noch keine Salzmühle und bin überzeugter Streuer. ;)

Wie lange ist Kräutersalz haltbar?

Salz ist nahezu unbegrenzt haltbar. Durch die Kräuter fügen wir jedoch verderbliche Bestandteile hinzu, was Schimmel verursachen könnte. Das Salz sorgt dafür, das die Kräuter lange Zeit konserviert werden. Selbst hergestelltes Kräutersalz ist mindestens ein halbes Jahr haltbar. Oftmals jedoch viel länger.

Wofür verwendet man Kräutersalz?

Kräutersalz verfeinert eine Vielzahl von Speisen und Gerichten. Immer dann, wenn man „normales“ Salz verwendet, kann man zum Kräutersalz greifen – für den extra „Kräuterkick“.

Besonders delikat sind Frühstückseier mit Kräutersalz. Aber auch ein Quarkbrot wird mit einer Prise Kräutersalz besonders lecker. Steak, Fisch, Gemüse – Kräutersalz ist vielfältig verwendbar. Bei gebratenen Speisen wird das Salz erst ganz am Schluss dazugegeben. Die starke Hitze in Pfanne und Ofen zerstört sonst die wertvollen ätherischen Öle. Wenn man es jedoch erst im Anschluss darüber streut, kann sich das volle Aroma der Kräuter entfalten.

Kräutersalz kann man schnell selbst machen und herstellen
Auch ohne Rezept gelingt Kräutersalz immer. Welches Salz man dabei benutzt, ist der persönlichen Vorliebe überlassen. Vielleicht nicht gerade Streusalz. ;-)

Kräutersalz als Geschenk und Mitbringsel

Selbst hergestelltes Kräutersalz ist ein wunderbares Geschenk, mit dem man Freunden und lieben Menschen eine kleine Freude machen kann. Wenn man hübsche Gläschen auswählt und hübsche Etiketten gestaltet, hat man im Nu ein tolles Mitbringsel, was nicht viel kostet und schnell hergestellt ist. Die Kräuter aus dem eigenen Garten machen daraus ein Unikat, was man in keinem Laden kaufen kann. Auch als Geschenk zu Weihnachten ist selbst hergestelltes Kräutersalz eine tolle Idee.

Fazit

Kräutersalz kann man sich wunderbar selber machen und das Aroma der Kräuter des letzten Sommers konservieren. Bei der Auswahl des Salzes sind keine Grenzen gesetzt. Kräuter holt man sich entweder frisch aus dem Garten oder man benutzt getrocknete Kräuter. Egal ob für die eigene Küche oder zum Verschenken – Kräutersalz ist ein besonderes Gewürz, mit dem man vielen Speisen und Gerichten den letzten Schliff verpassen kann.

Kräutersalz selbst herstellen geht schnell und einfach. Man braucht nur Salz, aromatische Kräuter und hübsche Gläschen.

Fragen und Antworten

Welche Kräuter eignen sich für Kräutersalz?

• Rosmarin
• Salbei
• Thymian
• Currykraut
• Liebstöckel
• Oregano
• uvm.

Wie lange muss Kräutersalz durchziehen?

Kräutersalz sollte ca. 1-2 Wochen bei Zimmertemperatur durchziehen. Während dieser Zeit geht das Aroma der Kräuter in das Salz über.

Wie lange ist Kräutersalz haltbar?

Selbst hergestelltes Kräutersalz ist mindestens ein halbes Jahr haltbar. Meist jedoch länger. Das Salz konserviert die Kräuter sehr gut.

Wofür verwendet man Kräutersalz?

Besonders lecker schmeckt es auf Frühstückseiern, zu Quark, in Salaten, auf Steak und Fisch (nach dem Braten) und zu allen Speisen, die man mit Salz würzt.

Welches Salz für Kräutersalz?

Kochsalz, Meersalz, Salinensalz, Fleur de Sel… Man kann fast jedes Speisesalz für die Herstellung von Kräutersalz benutzen.

Welche Gefäße für Kräutersalz?

Kräutersalz sollte luftdicht gelagert werden. Glasgefäße mit Deckel haben sich gut bewährt. Aber auch Keramikgefäße mit Deckel sind gut geeignet.

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Autor

Seit 2006 Kleingärtner mit Passion und Experimentierfreude. Seit 2011 Gartenblogger. Naturnah und erdverbunden. Ohne viel Schnickschnack. Garten als Wohlfühloase und sommerliches Wohnzimmer ohne jeglichen Erfolgsdruck. Kommuniziere gerne über den Gartenzaun - besuche mich auf Instagram und Facebook! Mehr über mich

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