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Die Pflanzen wachsen erstaunlich gut!

Wer hätte das gedacht. Die Sojapflanzen erweisen sich als sehr robust und vor allem wüchsig! Hagelunwetter, Kälteeinbrüche und Schneckenattacken – alles scheinbar gar kein Problem für die kleinen Pflänzchen. Sie stehen wunderbar im Beet, kräftig, gesund und tiefgrün – Zeit für einen kleinen Zwischenstand!

1000gaerten soja experiment parzelle94 sojapflanzen

In meinen 12 Reihen ist bis auf in einer Reihe fast jedes Körnchen aufgegangen. Das Unkraut ist auch gut gewachsen – aber dem geht es jetzt gleich an den Kragen.

1000gaerten soja experiment parzelle94 Blaetter

Die Sojapflanzen sind jetzt ca. 30cm hoch und recht nett anzusehen! Die kleinen jungen Blätter entfalten sich und zeigen dabei ihre schöne, ausgeprägte Struktur. Sie sind flauschig weich! Man kann kaum glauben, das da mal irgendwann Bohnen dran reifen werden. Wenn die Blätter dann voll entwickelt sind, sind sie glatt – aber immer noch flauschig. Die Stiele der Pflanzen sind ebenfalls behaart. Womöglich ist das der Grund, warum Schnecken die kleinen Sojapflanzen komplett ignorieren.

Jetzt wird vereinzelt

1000gaerten soja experiment parzelle94 vor dem Verziehen

Die Pflanzen stehen jetzt noch viel zu dicht. Deshalb ziehe ich jetzt die überflüssigen einfach raus. So wird der ideale Abstand von 4cm  von Pflanze zu Pflanze erreicht.

Doch vorher muss noch gezählt werden – schließlich handelt es sich hier um ein wissenschaftliches Experiment! Ich schreibe auf, wieviele Pflanzen in jeder Reihe gekeimt sind. Der Wert wird nachher auf der 1000 Gärten-Website eingegeben.

Nach dem Herausziehen kann man schön die Knöllchen an den Wurzeln der Sojapflanze sehen – Soja ist eine Leguminose!

Soja düngt sich selbst

1000gaerten soja experiment parzelle94 Knoellchen Leguminose

Ok ganz so einfach ist es nicht – aber im Grunde stimmt es schon. Die Sojapflanze versorgt sich zu einem Teil selbst mit Stickstoff. Sie holt sich dafür sogenannte Knöllchenbakterien zur Hilfe. Diese siedeln sich im Wurzelbereich der Sojapflanze an und erzeugen Stickstoff, den die Pflanze für ihr Wachstum gut gebrauchen kann. Diese Knöllchen kann man auf dem Foto schön erkennen. Es ist quasi eine Symbiose, von der jeder etwas hat. Die Pflanze bietet den Bakterien Lebensraum (in diesen Knöllchen) und die Bakterien wandeln Luft-Stickstoff in pflanzenverfügbaren Stickstoff um. Diese besondere Symbiose kann man übrigens bei vielen Hülsenfrüchten beobachten.

1000gaerten soja experiment parzelle94 Sojajungpflanzen

Jetzt ist wieder ordentlich Luft im Beet – ca. jede 2. Pflanze habe ich entfernt. Nun bekommen die verbliebenen Pflanzen eine Extraportion Licht und Platz für ihre weitere Entwicklung.

Unkraut entfernen

1000gaerten soja experiment parzelle94 Unkraut gezupft

Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich das Unkrauf entfernt. Es entzieht den Pflanzen Licht, Nährstoffe und Wasser. Die ausgerissenen Beikräuter können problemlos auf dem Beet liegenbleiben – das ist gutes Regenwurmfutter und schützt die Erde vor dem Austrocknen.

1000gaerten soja experiment parzelle94 Beet vereinzelt

Jetzt ist das Beet wieder schick und das Sojaexperiment kann weitergehen. Nächster Programmpunkt: die Blüte. Bald ist es soweit!

Blick in andere (Soja-)Gärten?

Wollt ihr sehen, wie es bei den anderen Sojagärtnern in Deutschland aussieht? Im 1000Gärten-Blog finden sich zahlreiche Berichte aus anderen Gärten. Viel Spaß beim Stöbern!

 

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Autor

Seit 2006 Kleingärtner mit Passion und Experimentierfreude. Seit 2011 Gartenblogger. Naturnah und erdverbunden. Ohne viel Schnickschnack. Garten als Wohlfühloase und sommerliches Wohnzimmer ohne jeglichen Erfolgsdruck. Kommuniziere gerne über den Gartenzaun - besuche mich auf Instagram und Facebook! Mehr über mich

1 Kommentar

  1. Ich verfolge dieses Experiment schon eine Weile und ich finde es immer noch sehr spannend zu sehen. Einfach Klasse. Soja sieht man hier bei uns ansonsten doch eher selten – als ich meinen Nachbarn davon erzählte waren diese ebenfalls sehr erstaunt und haben nach deiner Seite gefragt. Wir haben uns das dann nochmal bei ihnen am Computer angeschaut.
    Gruß
    Manfred

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