Im Herbst kann man Wintersteckzwiebeln pflanzen. Spannend, oder? Ok, ich gebe ja zu, das es Interessanteres zu lesen gibt, als einen Bericht über das Stecken von Winterzwiebeln. Oder doch nicht? Ich hab mich jedenfalls entschlossen, welche anzubauen und wie es sich für einen echten Gartenblogger gehört, berichte ich heute darüber ;-)

Wintersteckzwiebeln setzen Parzelle94 Netz
Das sind Wintersteckzwiebeln. Sie wachsen zu stattlicher Größe heran!

Wintersteckzwiebeln pflanzen im Herbst

So sehen sie aus, die kleinen Dinger, wenn sie aus dem Laden kommen. Die Wintersteckzwiebel. Freund aller Köche, früher Freudenspender aus dem Frühlingsgarten, fröstelnde  Gemüsekeimlinge, die die ersten Sonnenstrahlen nicht erwarten können.  Handlich verpackt in viel zu großen Gebinden. Mit diesem Netz kann man zwei Haushalte mit Zwiebeln versorgen!

Beet vorbereiten

Als erstes wird das Beet vorbereitet. Das Unkraut wird gründlich gejätet (bei mir war Gründüngung auf dem Beet, ich hab sie heruntergerecht und in einem Eimer gelagert, die brauche ich später noch). Die Beetoberfläche wird feinkrümelig gemacht (auch mit dem Rechen).

Wintersteckzwiebeln setzen Parzelle94 Zeilen markieren
Ein Gerätestiel hilft beim Reihen markieren

Reihen markieren

Mit dem Rechen, mit dem ich gerade das Beet glattgezogen habe, kann ich auch die Reihen für die Zwiebelchen markieren! Es ist ja kalt draussen, je schneller ich fertig werde, desto besser ;-) Der Rechen wird auf das Beet gelegt und festgerüttelt. Dadurch entsteht eine wunderbare Rille im Beet – wie aus dem Bilderbuch. Den Stiel verschiebe ich jeweils um 10cm und wiederhole den Vorgang, bis die Fläche voller Rillen ist. Und so sehen diese Rillen aus. Herrlich, oder?

Wintersteckzwiebeln setzen Parzelle94 Pflanzreihen
Bei den Rillen muss man auf den richtigen Abstand achten

 

Zwiebeln setzen

Diese Zwiebeln kommen jetzt in die Erde. Aller 10cm wird eine Zwiebel in der Erde versenkt. Empfohlene Pflanztiefe ist 10cm. Die Winterzwiebeln kommen also – im Gegensatz zu den Sommerzwiebeln – UNTER die Erde. Das soll wohl vor Frost schützen. Ich habe noch nie vorher Winterzwiebeln gesteckt, muss mich also auf die Angaben auf dem Etikett verlassen. Ihr werdet im nächsten Jahr lesen, ob alles funktioniert hat ;-) Doch nun erstmal weiter, die Zwiebeln sind noch nicht alle drin.

Wintersteckzwiebeln setzen Parzelle94 einzelne Zwiebel
Eine Wintersteckzwiebel kurz vor ihrem großen Moment

 

Wintersteckzwiebeln setzen Parzelle94
Die Zwiebeln werden 10cm tief eingesetzt mit einem Abstand von auch 10cm

 

Wintersteckzwiebeln setzen Parzelle94 Pflanztiefe
So tief müssen die Zwiebeln in die Erde

Wie schon angesprochen veranschaulicht auf diesem Foto das nette Hand-Model noch einmal die richtige Pflanztiefe. Ein Pflanzholz liefert gute Dienste (ich hatte leider keins).

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Pflanzlöcher verschließen

Irgendwann ist auch die letzte Steckzwiebel in der Erde versenkt und die Löcher können verschlossen werden. Mit dem Rechen geht das wieder ruck zuck. Ganz im Anschluß streue ich das geerntete Unkraut und die Gründüngung wieder auf das Beet. Die Regenwürmer werden sich im Winter darum kümmern und daraus gute Erde herstellen.

Wintersteckzwiebeln setzen Parzelle94 Pflanzloecher verschliessen Rechen
Mit einem Rechen kann man die Pflanzlöcher bequem verschließen

 

Wintersteckzwiebeln setzen Parzelle94 Gruenduenung streuen
Rasenschnitt mulcht den Boden und schützt vor Frost (nicht machen, wenn man Wühlmäuse hat)

 

Fertig!

Wintersteckzwiebeln setzen Parzelle94 fertiges Beet
Hier wachsen im nächsten Jahr Wintersteckzwiebeln.

Fertig! Das Beet sieht wieder aus wie vorher. Wie es weiter geht, erzähle ich euch im nächsten Frühjahr. Wer will, kann die Zwiebeln in den nächsten Wochen noch anhäufeln und so besser vor starken Frösten schützen… Vielleicht habt ihr ja jetzt auch Lust, Wintersteckzwiebeln zu setzen. Viel Spaß!

Noch ein Tipp für die übrig gebliebenen Zwiebelchen: Die schmecken sehr lecker! ;-)

Leserhinweis (danke Frauke):Die übrig gebliebenen Steckzwiebeln sollte man NICHT essen, denn es kann sein, das sie mit Antipilzmitteln o.ä. behandelt sind und das ist sehr ungesund. Ausser es handelt sich um Biosaatgut – dann ist der Verzehr kein Problem.

 

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Autor

Seit 2006 Kleingärtner mit Passion und Experimentierfreude. Seit 2011 Gartenblogger. Naturnah und erdverbunden. Ohne viel Schnickschnack. Garten als Wohlfühloase und sommerliches Wohnzimmer ohne jeglichen Erfolgsdruck. Kommuniziere gerne über den Gartenzaun - besuche mich auf Instagram und Facebook! Mehr über mich

6 Kommentare

  1. Ich hatte letzten Winter auch Steckzwieblen gesetzt (nicht so akkurat wie du *lach*) und die sind toll geworden.
    Allerdings war der letzte Winter wahrscheinlich auch deutlich milder, als dieser es wird. Von daher bin ich mal gespannt ob die Zwiebeln im nächsten Jahr auch wieder so toll sind.

    • Stefan
      Stefan Antworten

      Oh das ist gut zu lesen! Wusste auch nicht genau, ob ich das jetzt so richtig gemacht habe. Hast Du die Zwiebelchen angehäufelt? Oder einfach so gelassen? Wann kann man die eigentlich ernten im nächsten Jahr?

      • Angefäufelt habe ich erst ab April, als die zwar schon umknickten, mir aber noch zu klein zum Ernten waren. Normalerweise sagt man ja, dass geerntet werden kann, wenn das Laub umfällt. Aber bei mir waren da viele noch zu klein. Ich habe dann im Juni geerntet, da waren sie super.Kommt aber sicher auch ein bisschen auf die Witterung an.

  2. wäre immer vorsichtig mitdem verzehr von Saatgut, – Zwiebeln, -kartoffeln ; es könnte gegen Pilze behandelt sein, wenn es nicht ausdrücklich Biosaatgut ist.
    Grüße von Frauke

  3. Wenn man schon Bilder macht und hier alles als Blog vorstellt, kann man da nicht das Unkraut erstmal gründlich weg machen und sich wenigstens etwas Mühe geben die Reihen gerade zu ziehen? Das sieht ja schlimmer aus als im Schulgarten.

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