Jetzt in der feuchtwarmen Witterungsphase fühlen sich die Schnecken besonders wohl. Doch nicht alle Schnecken sind „EVIL“ ;-) Trotzdem ist das Thema „Schnecken bekämpfen“ allgegenwärtig – nur wie?

Die kleinen Gehäuseschnecken haben sehr schwache Kiefer, die können z.B. nur bereits abgestorbene, schwabbelige Pflanzenteile ablutschen. Die grünen Pflanzenteile, die voll im Saft stehen, bekommen sie einfach nicht durch. Also geht somit keine Gefahr von den Gehäuseschnecken aus – ihr könnt sie kriechen lassen und euch daran erfreuen.

Anders jedoch bei den Nacktschnecken. Die können auch Grünzeug kauen – und das in rauhen Mengen. Diese Schnecken sollte man mit einem Handschuh oder einer Schneckenzange einsammeln und NICHT an einem anderen Ort wieder freilassen, sondern auf schnelle und schmerzarme Art und Weise ins Jenseits befördern. Die einen sagen, Durchschneiden ist die beste Variante, die anderen sagen, kochendes Wasser. Beides geht jedoch sehr schnell und sollte in Betracht gezogen werden. Salz auf die Schnecken streuen ist absolut nicht in Ordnung – das endet in stundenlanger Qual für die Tiere. Auf Schneckenkorn sollte ebenfalls verzichtet werden – es belastet den Boden und Aasfresser vergiften sich leicht am Schneckenkorn, wenn sie die verendeten Schnecken verzehren.

Vorsicht jedoch auch bei den Nacktschnecken – die sind auch nicht alle gleich „BÖSE“. Lies hier in der Wikipedia. Der Tigerschnegel z.B. ist eine sehr beeindruckend aussehende Nacktschnecke. Frisst nur Pilze und Abgestorbenes. War sogar Weichtier des Jahres 2005 – was es nicht alles gibt. Wenn ihr so ein Prachtexemplar im Garten findet, einfach kriechen lassen. Er wird es euch danken.

Am besten, man bekommt raus, wo sich die Schnecken während der Nacht verstecken und sammelt sie morgens regelmäßig ab. Bewährt hat sich ein feuchtes Brett, welches man nachts zwischen die Beete legt. Dort finden sich die Schnecken ein, wenn es wärmer wird und suchen Schutz. Da hat man alle beisammen und muss nicht lange suchen. Bierfallen empfehlen sich nicht, denn der leckere Geruch lockt auch Schnecken aus dem Nachbargarten an und dann feiern die alle eine große Party.

Habe leider kein Bild von einer Schnecke zur Hand, habe aber heute morgen eine mit bloßer Hand von meiner Sonnenhut-Staude runtergeholt – selbst mit Seife ging der Glibber nicht ab. Ich empfehle allen, unbedingt Handschuhe zu tragen ;-) Vor lauter Schreck hatte ich vergessen zu fotografieren. Die nächste Schnecke werde ich jedoch ablichten und euch präsentieren – NACKT! Also die Schnecke.
Soweit von mir – viel Spaß mit den Schnecken!

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Seit 2006 Kleingärtner mit Passion und Experimentierfreude. Seit 2011 Gartenblogger. Naturnah und erdverbunden. Ohne viel Schnickschnack. Garten als Wohlfühloase und sommerliches Wohnzimmer ohne jeglichen Erfolgsdruck. Kommuniziere gerne über den Gartenzaun - besuche mich auf Instagram und Facebook! Mehr über mich

3 Kommentare

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    Tipp: Schneckenglibber lässt sich mit Sand, den man zwischen den „befallenen“ Fingern reibt, entfernen.

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    Lieber Stefan – Salz geht auch!

    Und dieser Satz ist ein Schmunzler für ALLE – unter Garantie! Der fegt sogar schlechte Laune weg!

    „Die nächste Schnecke werde ich jedoch ablichten und euch präsentieren – NACKT! Also die Schnecke.“

    Hab eine gute Zeit u n d melde Dich mal!

    Heidi

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