Amaryllis umtopfen in Kokos-Substrat

Rosa_Amaryllis_kreisrundDie Amaryllis – oder auch richtig „Ritterstern“ oder „Hippeastrum“ genannt – hat einen ausgeprägten Jahresrhytmus. Im November oder Anfang Dezember soll man die Amaryllis umtopfen. Ich pflege meine Amaryllis immer nach der gleichen Methode. Hier habe ich darüber eine einfache Pflegeanleitung geschrieben. Man topft sie am besten jedes Jahr um. Frisches, lockeres Substrat mögen die Amaryllis sehr gerne! Ich freue mich immer ab Dezember auf die riesigen Blüten – das Bild hier auf der rechten Seite zeigt eine von meinen Pflanzen, die prächtig geblüht hat.

1. Substrat vorbereiten

Kokohum

Ich benutze als Substrat für meine Amaryllis gerne Kokohum*. Das ist ein Substrat, welches aus Kokosfasern hergestellt wird. Man bekommt es gepresst zu kaufen. Es ist unbehandelt und rein natürlich aus „Resten“ der Kokosnuss hergestellt. Durch das niedrige Volumen ist es auch beim Transport sehr ökologisch – ich mag es ;-) Die Presslinge sind ungefähr so groß wie eine dicke Scheibe Brot. Auf dem Bild sieht man eine Hälfte davon.

Kokohum aktivieren Wasser

Ich lege das Stück Kokohum (gibts auch unter anderen Namen zu kaufen) in ein Gefäß und gebe etwas Wasser drüber – nicht zu viel. Innerhalb von 5-6 Minuten ist das gesamte Wasser aufgesaugt und das Substrat ist aufgequollen. Fast der gesamte Topf ist dann voller lockerem Kokos-Substrat.

2. Zwiebel austopfen und lose Schale entfernen

Amaryllis Zwiebel ausgetopft mit Wurzeln

Die Amaryllis sollte ja momentan knochentrocken in ihrem Töpfchen im Keller stehen – ohne Blätter. Das macht das Austopfen sehr leicht! Ich ziehe einfach an der Zwiebel und die Erde samt Wurzeln löst sich leicht aus dem Topf. Und so sieht das dann aus – ein dichtes Wurzelgeflecht aus gesunden und prallen Wurzeln. Zeit zum Eintopfen! Aber erst noch den alten Topf auswaschen – am besten mit Essigwasser, damit eventuelle Keime und Pilze aus der letzten Saison entfernt werden. Ich entferne auch immer gleichzeitig noch die losen Zwiebelschalen – die sind immer eine ideale Brutstätte für Schädlinge aller Art. Die Schalen lassen sich leicht mit der Hand entfernen.

3. Zwiebel wieder einpflanzen

eingetopfte Zwiebel Amaryllis

Jetzt kann die Amaryllis-Zwiebel wieder eingepflanzt werden. Den Boden des Topfes bedecke ich zuerst mit einer guten Schicht Substrat. Dann kommt die Zwiebel rein – mit allen ihren Wurzeln. Danach fülle ich nach und nach etwas Substrat nach und bewege die Zwiebel nach oben und unten, so daß die Kokoserde auch zwischen die Wurzeln rutschen kann. Dann wieder etwas Erde drüber, etwas rütteln – bis die Zwiebel auf dem Substrat sitzt. Tiefer als auf dem Bild pflanzt man die Zwiebel nicht ein! Sie „thront!“ quasi auf der Erde.

4. Fertig – noch nicht gießen!

Amaryllus eingetopft

Nach der Methode habe ich alle meine Amaryllis umgetopft. Jetzt aber noch nicht gießen! Die Zwiebeln bleiben noch trocken, bis der Blütenstängel mindestens 10-15cm rausgekommen ist. Ansonsten kann es passieren, das die Blüte steckenbleibt und nur Blätter wachsen.

Eine meiner Zwiebeln hat letztes Jahr Tochterzwiebeln hervorgebracht – aber die sind noch ziemlich mickrig (mittleres Foto) – hoffentlich legen die dieses Jahr etwas zu ;-)

Viel Spaß und Erfolg mit euren Amaryllis! Schickt mal ein Foto!

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Author: Stefan

Seit 2006 Schrebergärtner mit Passion und Experimentierfreude. Seit 2011 Gartenblogger. Naturnah und erdverbunden. Ohne viel Schnickschnack. Garten als Wohlfühloase und sommerliches Wohnzimmer ohne jeglichen Erfolgsdruck. Kommuniziere gerne über den Gartenzaun ;-) Besuchen Sie die Parzelle 94 auch auf Google+!

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2 Kommentare

  1. Wir haben jetzt Juli und meine Amaryllis blüht in voller Pracht! Wie kommt dass?

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    • Oh das kann passieren, wenn die Pflanze aus dem Rhythmus kommt. Ist aber nicht tragisch – freu dich über die Blüte ;-)

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