Online-Berechnung der Zucker-und Wassermenge für Bienenfutter

Fütterung der Bienen nach der Honigernte im September

Bienenfutter aus Zucker und Wasser herzustellen ist sehr einfach. Mein online Bienenfutter-Rechner für Zuckerwasser hilft dabei, die richtigen Mengen zu ermitteln, um ein optimales Ergebnis bei der Bienenfütterung zu erhalten. 1:1 – Mischungen eignen sich hervorragend, um den Bautrieb zu stimulieren und um Schwärme zu füttern. Die 3:2-Mischung verwendet man im Spätsommer nach der Honigernte, um schnell und zügig für den Winter aufzufüttern.

Auf die Mischung kommt es an

Im Rechner trägt man einfach die gewünschte Zuckermenge ein. Man erhält dann sofort als Ergebnis neben der benötigten Wassermenge auch gleich noch die Gesamtmenge der Lösung, damit man ausreichend große Gefäße besorgen kann. Ich fülle mein Bienenfutter immer in einen Wasserkanister hinein – erst das Wasser und danach den Zucker. Darin kann man das Futter perfekt transportieren! Als dritten Wert liefert der Rechner die Menge an Futter, die nachher auch wirklich im Bienenvolk eingelagert wird und den Bienen im Winter zur Verfügung steht. Die Bienen entziehen dem Zuckerwasser noch etwas Feuchtigkeit, bevor es endgültig in die Waben kommt.

Tipp: Gerade bei der 3:2-Mischung löst sich manchmal der Zucker nur sehr langsam auf. Ich lege mir den Futterbehälter einen Tag ins Auto und fahre ihn herum. Dadurch schaukelt die Flüssigkeit hin und her und vermischt sich problemlos. Es entsteht ein schön dickflüssiger Sirup, den die Bienen nur noch in die Waben einlagern müssen ;-)

Hinweise zur Zuckerwasser-Zubereitung:

  • Die Mischung nicht erhitzen! Lauwarmes Wasser hilft dabei, das sich der Zucker schneller löst – heißes Wasser führt zu chemischen Prozessen, die Giftstoffe für die Bienen entstehen lassen.
  • Achten Sie auf Sauberkeit – Zuckerwasser verdirbt schnell
  • Wird das Zuckerwasser von den Bienen nicht zügig abgenommen, soll man es entfernen oder austauschen
  • nur frischen, reinen Kristallzucker verwenden (wird gerne von Bakterien und Hefen besiedelt)
  • gerade zur Winterauffütterung am Bienenstand nicht mit dem Zuckerwasser kleckern – RÄUBEREIGEFAHR!

 

Die Formeln habe ich aus dem Buch „Der Wochenend-Imker“ von Karl Weiß abgeleitet. Ein tolles Buch für Imker!

Der Wochenend-Imker: Eine Schule für das Imkern mit Magazinen*

Author: Stefan

Seit 2006 Schrebergärtner mit Passion und Experimentierfreude. Seit 2011 Gartenblogger. Naturnah und erdverbunden. Ohne viel Schnickschnack. Garten als Wohlfühloase und sommerliches Wohnzimmer ohne jeglichen Erfolgsdruck. Kommuniziere gerne über den Gartenzaun ;-) Besuchen Sie die Parzelle 94 auch auf Google+!

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3 Kommentare

  1. Zuckerwasser wird
    – in erster Linie zur Einfütterung im Winter verwendet (den Honig „klaut“ man den Bienen ja)
    – und zur Reizfütterung zur Überbrückung trachtarmer Perioden
    Was mich dabei interessiert: Wiestellt man eigentlich als Imker sicher das man statt Honig nicht auch noch etwas Zuckerwasser schleudert? Man kann doch nicht schon vorher wissen wie lang der Winter wird und wieviel die Bienen verbrauchen oder eben noch kritischer die Reizfütterung in Trachtpausen.

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    • Hi Marina,

      das mit dem Zuckerwasser schleudern ist schon manchem Imker passiert ;-) Aber es gibt einen Trick, wie man das vermeiden kann. Man nimmt einfach im Frühling nach der Durchlenzung und vor dem Aufsetzen des Honigraums die kompletten Futterwaben aus dem Volk heraus und damit auch den Zucker. Die Bienen finden zu dieser Zeit meist schon draussen genug zu Fressen, da brauchen sie das Winterfutter nicht mehr. Mit den herausgenommenen Waben kann man dann später z.B. Ableger füttern oder im Winter wieder dazuhängen, da braucht man nicht so viel Zuckerwasser geben.

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    • Vergessen: In den Trachtpausen wird das dünne Zuckerwasser von den Bienen verbraucht, ich glaube nicht, das die das einlagern, wenn sie hungern.

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