Lesedauer 4 Minuten

14 Tage nicht gebloggt – hab schon Entzugserscheinungen! Aber wer ein richtiger Hobby-Gärtner ist, der hat jetzt zum Sommeranfang zu nix anderem mehr Zeit als zur Freizeitgestaltung durch Gärtnern – da muss das Notebook mal im Schrank bleiben… Aber keine Sorge – im Garten gehts rund und heute berichte ich euch vom Fortschritt der Gartenblogger-Kürbis-Challenge 2015, die ich mit meinem Blogger-Kollegen Sven gerade austrage. Und der kann sich schon mal warm anziehen – meine Kürbisse wachsen und freuen sich über das milde Maiwetter mit etwas Sonne und etwas Regen – perfekt!

Aber von Vorne.

Die Kürbisse bekommen ein eigenes Beet

Kuerbisbeet bauen Umrandung Rasenkantensteine Betonbord

An der Stelle, wo mein Kompost mal stand, fühlen sich die Kürbisse sicherlich sehr wohl. Da ich ja, um diesen Wettbewerb zu gewinnen, auch die unsichtbaren Mächte mit einbeziehen muss, hat mir auch die Wünschelrute und das Schneckenorakel diese Stelle als superoptimal empfohlen. Kann ja jetzt nix mehr schief gehen.

Damit das Ganze etwas mehr Struktur bekommt, habe ich den jungen Pflänzchen ein Beet gewidmet und gebaut. Das war ganz schön anstrengend!

Beetumrandung aus Betonbord Rasenbord

Ich habe mich bewusst für Betonsteine entschieden. Die sind recht einfach zu bekommen, mit dem Rasenmäher lässt sich gut entlang mähen und sie sind billig ;-) Also nix wie rein damit in die Erde. Ich grabe sie nur ein – ohne Fundament. Es ist kein Beet für die Ewigkeit. Ich bin sehr stolz auf mein Augenmaß – die Platten habe ich alle „frei Schnauze“ verlegt. Klappt super! Das einzige Werkzeug was man braucht ist ein Spaten. Mit dem Spaten kann man graben und mit dem T-förmigen Griff die Erde nachher wieder gezielt verdichten. Der Rest wird einfach mit dem Schuh festgetreten – das reicht schon zur Befestigung der Platten im Erdreich.

Kuerbisbeet

Eine Stunde später ist das Beet für die kleinen Zöglinge hergerichtet. Rechtwinklig und Eben – ein Linealgärtner hätte seine Freunde daran. Ob ich mir Sorgen machen muss? Mit gefällts auch irgendwie ;-)

Die Kürbisse ziehen ein

Kuerbisbeet mit Jungpflanzen Kuerbis

Das sind sie nun, die Kürbis-Zöglinge. Alle drei zeitgleich ausgesät. Die beiden linken ganz normal gewachsen, der rechte täglich gestreichelt, mit Musik beschallt, gegossen und vieles mehr. Sogar getanzt habe ich für den Kürbis. Und man sieht – es wirkt! Er ist mehr als dreimal so groß geworden, wie die ungetanzten Pflänzchen ;-)

Das Einpflanzen

Kuerbis gelber Zentner im Topf jung

Mit meinem Freund der Pflanzschaufel bewaffnet beginnt die Einpflanz-Zeremonie. Das ist einer der kleineren Kürbisse im Töpfchen – natürlich aus Terrakotta.

Kuerbis gelber Zentner Wurzelballen

Hat sich die Pflanze widerwillig aus dem Gefäß gelöst, zeigt sich, daß das Wurzelwachstum schon weit fortgeschritten ist! Perfekt! Jetzt geht es ab ins Beet.

Kuerbisbeet Pflanzloch graben Pflanzschaufel

Die blaue Schaufel macht die besten Pflanzlöcher. Schnell ist die Grube gegraben – beste lockere Erde, feine Krume, der Boden getränkt mit Nährstoffen – das werden riiiiiesige Kürbisse! Also ich gehe mal davon aus.

Kuerbis gelber Zentner einpflanzen

Eingepflanzt ist dann schnell. Die Wurzeln werden sich über den neuen Raum freuen.

Kuerbis gelber Zentner kraeftige Jungpflanze

Auch die Riesenpflanze – der Hoffnungsträger (oder Trägerin – oder beides?) der Kürbis-Challenge bekommt einen besonderen Platz  – etwas Sonne, etwas Schatten – wenn ich ein Kürbis wäre, fände ich diese Stelle supergeil.

Kuerbis gelber Zentner frisch gepflanzt

Da vorne rechts ist genug Platz für einen 50kg, Kürbis, oder?

Kuerbisse_gelber_Zentner_eingepflanzt_im_Beet

Saftig grün und strotzend vor Wuchskraft stehen die kleinen nun in der Erde. Feuer frei! Bald werden die ersten Blüten wachsen, die Blätter werden sie mit Saft versorgen. Bienen und anderen Insekten bestäuben die Blüten und dann wird der Kürbis der Kürbisse wachsen! ;-)

Kuerbis gelber Zentner frisch gepflanzt

Damit die Kürbisse nicht so einsam wachsen müssen, habe ich ihnen einen Kumpel zur Seite gestellt. Vielleicht auch eine Kumpeline, ich weiss es nicht. Es sind kleine Prunkwinden, die am Rand des Kürbisbeetes in die Höhe wachsen werden. Vielleicht freunden sich die beiden an!

Prunkwinden im Beet

Die kleinen Prunkwinden habe ich persönlich vorgezogen – schon vor Monaten! Sie brauchen bei mir immer eeeeeeeeeeeeeeewig bis sie loslegen – aber die Blüten dieser Kletterkünstler sind fantastisch. Sie sind zuerst kleine Spiralen, die wie Zuckerstangen aussehen. Aber schon einige Stunden später entfalten sie sich zu großen Grammophontrichtern in rosa und blau und sehen wunderbar aus. Sie locken auch zahlreiche Insekten an!

Zinnien Jungpflanzen im Tray selbst ziehen

Übrigens bereiten sich noch andere Pflanzen auf ihren großen Auftritt vor. Diese Zinnien z.B. – ich weiß noch gar nicht, wo ich sie hinpflanze. Es ist einfach kein Platz mehr. Aber ich bin mir sicher, dieses Problem bald lösen zu können. Irgendwo findet sich noch ein Fleckchen.

Akelei Bluete lila weiss

Die Ackelei im Staudenbeet fackelt nicht lange und blüht schon seit längerer Zeit in wunderschönem lila und weiß. Ackelei gehört in jeden Garten – sie vermehrt sich aber auch sehr üppig – manchmal muss man ihr Einhalt gebieten. Ackeleien sind eine meine Lieblingsblumen – versuch mal, welche anzupflanzen.

Jakobsleiter Bluete blau

Die Jakobsleiter habe ich mal im Aldi im Resteverkauf gekauft. Und sie fühlt sich wohl bei mir – und sie wird immer mehr. Sieht putzig aus, oder?

 

Storhcschnabel Rozanne Bluete#

Auch der Storchschnabel „Rozanne“ fügt sich in den blauen Reigen ein. Storchschnabel gibt es für jeden Standort und sollen in keinem Garten fehlen.

Tuerkischer Mohn Blueten viele

Aber das Highlight dieses Jahr ist dieser Türkische Mohn. Ich hatte letztes Jahr ein Päckchen Saatgut in der Staudenrabatte verstreut – nix passierte. Und da – im Herbst – sah ich plötzlich, das ein junges Grün genau auf meinem Beet-Weg gekeimt ist. Da aber der Mohn eine lange Pfahlwurzel bildet und mir das Risiko des Umpflanzens zu groß war, durfte der Mohn bleiben darf, wo er es sich ausgesucht hat. Und es war keine schlechte Entscheidung! Aus einem Samenkorn, nicht mal einen Millimeter im Durchmesser, ist diese riesige Pflanze entstanden. Wow. Zum Abschluss des heutigen kleinen Gartenrundgangs deshalb einige Impressionen von dieser tollen Pflanze.

Tuerkischer Mohn von oben

Tuerkischer Mohn Seite

Tuerkischer Mohn Bluete Detail Nahaufnahme

Nun seid ihr hoffentlich ein wenig (farb-)berauscht von den Mohnblüten und ich berichte in der nächsten Woche wieder von den Kürbissen. Entweder haben sie bis dahin die Schnecken gefressen oder es sind schon kleine Kürbisse dran – lassen wir uns mal überraschen!

Viele Grüße aus der Parzelle94!

 

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Autor

Seit 2006 Kleingärtner mit Passion und Experimentierfreude. Seit 2011 Gartenblogger. Naturnah und erdverbunden. Ohne viel Schnickschnack. Garten als Wohlfühloase und sommerliches Wohnzimmer ohne jeglichen Erfolgsdruck. Kommuniziere gerne über den Gartenzaun - besuche mich auf Instagram und Facebook! Mehr über mich

2 Kommentare

  1. Wow! Bei dir scheint alles um 2 Wochen weiter zu sein, liegt sicher an dem milden Südklima :)
    Auch das große Exemplar der Kürbisse beeindruckt mich.
    Machste denn noch was in Richtung Schneckenschutz?

    Grüße vom Kontrahenten :)
    Sven

    • Stefan

      Ja, bin ja auch fast am Mittelmeer ;-)

      Gegen die Schnecken probiere ich diesmal diese neuen Körnchen, die auch für den Ökolandbau zugelassen sind – aber nur sehr sparsam. Scheint zu funktionieren!

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