Was wäre Ostern ohne schön bunt bemalte Ostereier? Richtig: Kein Ostern. Aber meine bisherigen Versuche, Eier zu bemalen sind immer in optischen Desastern geendet. Furchtbar. „Da muss es doch noch andere Methoden geben, ein Ei zu bemalen.“, dachte ich mir. Und tatsächlich! Nach langer Recherche bin ich auf eine Maschine gestoßen, mit der man Eier per Computer bemalen kann – ohne Herumfriemeln mit Wachs, Farbe und Kerzen. Meine Neugier war geweckt – und das Thema für das diesjährige Parzelle94-Osterspecial stand fest!

 

P94 Ostereier Eggbot

Dieses verrückte Gerät wurde also umgehend aus den USA importiert und einige Wochen später war es dann auch schon in der Post. In diesem Blogbeitrag dokumentiere ich für Dich – als österliches Parzelle94-Special – meine ersten Gehversuche mit diesem tollen Eiermaler. Meine Freundin und Fotografin Jessica begleitete mich dabei und hielt alles in schönen Fotos fest.

Die Erschaffung der Wundermaschine

Eggbot Parzelle94 Foto Jessica Grossmann_Einrichten

Ein schöner Bastelnachmittag beginnt. Der Eggbot erreichte mich als Bausatz und musste erst einmal zusammengebaut werden. Nach einigen Stunden in trauter Zweisamkeit mit Anleitung und Schraubenzieher war das Werk vollbracht – der Eggbot war geboren! Eine große Menge Stifte, ausgeblasene Hühnereier (weiße sind mittlerweile echt Mangelware in den Supermärkten) und allerlei Bastelmaterial lag bereit. Software wurde auf dem Computer installiert – los geht’s!

Einstellen des Geräts mit Präzision

Der Eiermaler muss, um korrekt und präzise zu funktionieren, exakt eingestellt werden. Das Ei wird zuerst eingespannt, ausgewuchtet und zentriert. Dann werden die Achsen des Geräts eingepegelt, an Schräubchen gedreht, Positionen überprüft, Mechanik gecheckt, Motoren getestet und noch vieles mehr. All diese Vorbereitungen sind wichtig, damit nachher das Druckbild optimal auf dem Ei platziert wird. Man kann mit der Maschine übrigens auch auf runde Objekte drucken (Billardkugeln, Weihnachtskugeln, Gänse- und Strausseneier usw.)

1_Eggbot_Parzelle94_Foto_Jessica_Grossmann_KontrolleEier ausblasen, Stift rein und ab geht’s

Eggbot Parzelle94 Foto Jessica Grossmann genaue EinrichtungDas Gerät arbeitet mit ganz normalen Stiften, um die Eier zu bemalen. Genau genommen kann das Gerät also nur Linien zeichnen. Das aber recht gut, wie sich nach den ersten Tests herausstellen sollte. Mit unglaublicher Präzision und Schnelligkeit zeichnet der Eggbot die Linien auf das Ei – da kommt keine sorbische Ostereier-Malerin hinterher ;-) (Ok, der Fairness halber muss man sagen, das man sorbische Ostereier nicht mit Eggbot-Eiern vergleichen kann.)

Nun muss nur noch das Druckmaterial vorbereitet werden – die Eier. Hier ein Dank an meine Cousine für den revolutionären Tipp, die pinkfarbenen Haltbarkeitsstempel auf den Eiern mit Essig zu entfernen. Funktioniert fantastisch!

Jedes Ei wurde an beiden Polen durchlöchert und dann ausgeblasen. Nach 10 Eiern merkt man dann erste Ermüdungserscheinungen ;-)

Jetzt wird das Ei bedruckt

Das Ei ist eingespannt, der Stift sitzt an der richtigen Stelle, das Programm ist geladen – DRUCK START! Mit leisem Surren bewegen sich die Motoren und die abgefahrene Maschine beginnt zu arbeiten. Strich für Strich entsteht das Muster, zwischendurch stoppt der Vorgang, damit man Gelegenheit hat, den Stift für eine andere Farbe zu wechseln. Als etwas problematisch erweist sich die Geometrie des Eis, was sich auf das Druckergebnis auswirkt. Teilweise wird das Motiv etwas verzerrt (im oberen und unteren Bereich) – es fällt aber nicht sehr auf und es gibt Methoden, die Druckdatei so zu verändern, das diese Effekte ausgeglichen werden. Mit etwas Frickelei sieht der Druck richtig gut aus!

 

Eggbot Parzelle94 Foto Jessica Grossmann Drucken 2

 

Eggbot Parzelle94 Foto Jessica Grossmann DruckenDas Motiv kommt aus dem Computer

 

Im Grafikprogramm wird das zu druckende Motiv vorbereitet. Da kommt mir zu Gute, das ich als Grafiker (das ist ja mein Beruf) mit jeglicher Grafiksoftware von Natur aus klarkomme ;-) Das spart schonmal wochenlange Einarbeitung. YEAH! So war dann auch schnell ein aussergewöhnliches Motiv gefunden – ICH! Durch einen komplizierten Algorithmus wandelte ich ein Foto von meiner selbst in eine druckbare Vorlage um. Das funktioniert übrigens mit jedem beliebigen Foto – egal ob Brautpaar, Oma, Lieblingskatze oder was auch immer!

Eggbot Parzelle94 Foto Jessica Grossmann MotivEggbot Parzelle94 Foto Jessica Grossmann GrafikdruckDas Foto kommt auf’s Ei

„Langsam ernährt sich das Eichhörnchen“. Getreu diesem Motto arbeitet sich der kleine Eggbot am Motiv ab. Punkt für Punkt ensteht ganz gemächlich das Fotomotiv. Nach einer halben Stunde verstummen die Motoren und das Motiv ist fertig! Wer Pointillismus mag, wird auf die Foto-Eier total abfahren. Seht selbst.

 

Der Eggbot in Aktion

1000 Dank an Jessica Grossmann für die großartigen Fotos. Mehr Bilder von den Eiern gibt es bei ihr auf der Website www.jessica-grossmann.com im Portfolio (Eggsnature).

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Seit 2006 Kleingärtner mit Passion und Experimentierfreude. Seit 2011 Gartenblogger. Naturnah und erdverbunden. Ohne viel Schnickschnack. Garten als Wohlfühloase und sommerliches Wohnzimmer ohne jeglichen Erfolgsdruck. Kommuniziere gerne über den Gartenzaun - besuche mich auf Instagram und Facebook! Mehr über mich

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