Garten im April 2014

Was für ein April. Sonnenschein, hohe Temperaturen und ab und an ein Regentag  schieben momentan die Entwicklung in der Natur unglaublich an. Die Vegetation ist gefühlt ca. 14 Tage früher als im Durchschnitt. Die Tulpen blühen schon – und das Mitte April! Vergangenes Jahr war es erst im Mai soweit.

Traubenhyazinthen

Am Zaun blühen die Traubenhyazinthen. Sie haben sich zu einer eindrucksvollen blauen Parade aufgestellt.

gelbe Tulpen

Und natürlich blühen die Tulpen volle Pulle. Letztes Jahr, im Zuge der Staudenbeet-Erneuerung, musste ich alle ausgraben, auf der Fläche verteilen und neu einsetzen. Es waren bestimmt an die 200 Blumenzwiebeln, die ich vergraben habe. Leider haben mir die Tulpen das Umpflanzen anscheinend übel genommen. Einige Pflanzen bestehen nur aus Blättern. Keine Blüten dran… Vielleicht waren die Zwiebeln teilweise noch zu klein.

Tomaten umpflanzen

Die vorgezogenen Tomaten in Kokosquelltöpfen* habe ich auch in den letzten Tagen umgetopft. Sie wuchsen irgendwie nicht weiter und lange Wurzelkringel bildeten sich in der Anzuchtschale. Dank des Koordinatensystems auf der Schale wusste ich, in welche Sorte ich gesät hatte. Diese Sorten habe ich mit einem weißen Marker auf die bereitgestellten Blumentöpfe (allesamt natürlich gesammelt von früheren Pflanzenkäufen) geschrieben. Zusammen mit guter Blumenerde kamen dann die kleinen Dinger in richtige Töpfe und können sich nun nach Herzenslust ausbreiten und weiterwachsen.

Tomaten umtopfen

Hier sieht man nochmal den Moment, wo die Pflanze in das Töpfchen kommt. Interessant, oder? ;-)

Tomaten auf der Fensterbank mit Sonnenschutz aus Papier

Am hellen Südfenster war noch Platz. Dort stehen jetzt die Pflanzen, aus denen mal große Tomaten werden sollen. Da sie noch keine direkte Sonne gewöhnt sind und nicht verbrennen sollen, habe ich große Papierblätter an die Scheiben geklebt. Das ist immer noch hell genug, aber das Licht wird dadurch etwas abgemildert. Nach einigen Tagen sind die Pflänzchen dann ausreichend robust und an Sonne gewöhnt, so daß man das Papier wieder entfernen kann.

Böhmischer Strunk im Gewächshaus

Der  Böhmische Strunk wächst wunderbar. Er steht im Gewächshaus und wartet auf sein Auspflanzen. Ich will noch warten, bis die kleinen Zöglinge etwas an Größe gewinnen und dann raus damit! Bin mir nur noch nicht so ganz sicher, ob Kohlrabi mit leichtem Nachtfrost klarkommt oder nicht… Ich werde mal das Google-Gartenorakel befragen.

Studenten und Trichtermalven Aussaat in Schalen im Gewächshaus

Das Gewächshaus gleicht einer großen Säuglingsstation ;-) Überall stehen Töpfchen, Schalen, Schälchen Trays mit Aussaat, Keimlingen, Pflänzchen und so weiter. Muss jetzt darauf achten, das ich ALLES bei starkem Nachtfrost in die Laube räume.

Anzucht in Töpfen im Gewächshaus

Ausgesät hatte ich die Bautzener Kastengurke, Kürbisse, Inkagurke, Böhmischer Strunk und Baumspinat als Gemüse. An Blumen ziehe ich vor: Mexikanische Sonnenblume, normale Sonnenblumen, Zinnien für frühe Blüten, Cosmea in lila und orange, Mittagsblumen, Prunkwinde, bunte Akelei, Trichtermalven, Bechermalven und Studenten.

Nisthilfe für Wildbienen Lehmwand im Spankorb

Das hier habe ich gebastelt. Nach einer Anleitung von Biene sucht Blüte auf dem Bienenfachtag in Neugersdorf. Es handelt sich um eine Nistgelegenheit für Wildbienen. In einen Spankorb habe ich ein Sand-Lehm-Gemisch eingefüllt und trocknen lassen. In diesen Sand graben sich bestimmte Wildbienenarten Nisthöhlen und bringen dort ihren Nachwuchs zur Welt. Und weil Bienen eine tolle Sache sind, habe ich so eine Nistgelegenheit in meinem Garten installiert. Sie steht in der vollen Sonne und vor Regen schützt ein Holzbrett, welches ich mit einem Stein beschwert habe. Nun fehlen nur noch die Bienen.

weisse Johannisbeere Blüten

Ganz nebenbei blühen dieses Jahr auch schon die weißen Johannisbeeren! Hoffentlich kommt kein starker Frost mehr, denn dann rieseln die kleinen Früchte von den Rispen, ohne reif zu werden. Das hatte ich letztes Jahr und das war nicht schön – das schmälert die Ernte!

Jostabeere Blüten

So sehen die Blüten der Jostabeere aus. Das ist eine Mischung aus Stachel- und Johannisbeere. Schmeckt gut, haben ein schönes Beerenaroma! Diesen Hochstamm (die Johannisbeeren sind auch Hochstämmchen) habe ich im Frühling schön luftig verschnitten – nun hängen viele Früchtchen dran. Man sollte den Boden um die Pflanzen nicht tief hacken – es sind Flachwurzler. Ich halte sie mit Mulch unkrautfrei, das finden die Pflanzen super.

Rote Johannisbeere Blüten

Und zu guter Letzt hier noch die Blüten der roten Johannisbeeren.

 

Malus Evereste Zierapfel Austrieb

Der Zierapfel „Malus Evereste“, jetzt im 2. Standjahr, ist über und über mit Blüten übersät! Das gibt eine reiche Zierapfelernte dieses Jahr – und viele geschmückte Herbstkränze. Weiss gar nicht, wofür man diese Äpfelchen noch nehmen kann…

asiatische_Lilie_Austrieb

Die Lilien quälen sich auch so langsam aus der Erde und bereiten sich auf ihren großen Auftritt im Juni vor. Wenn das so weitergeht, blühen sie bestimmt schon Mitte Mai! Muss nun auf der Hut vor den fiesen Lilienhähnchen sein.

Beete mit Hütchen - Salat wird vor dem Nachtfrost geschützt

Auf den Gemüsebeeten geht es flott voran. Der Regen war sehr gut und ich bin echt froh, die Unkraut-Aktion schon vor der Nässe beendet zu haben. Das wäre jetzt fantastisch gewachsen! Aber ich habe es ja gejätet. Das Gemüse unter den Hauben wächst den Temperaturen entsprechend langsam.

Garten bei Regen im April

Die nächste größere Aktion wird der Gartenweg sein. Es ist schon wieder sehr viel Löwenzahn in den Gehwegplatten gewachsen, der muss raus. Erfreulicherweise hat sich der Thymian weiter selbstständig im Garten und in den Ritzen ausgebreitet! Der wird natürlich nicht gejätet. Auch sollte sich bald die angesäte Kamille zeigen, aber der ist es glaube ich noch etwas zu zeitig.

Regenwasser läuft in Regentonne

Der viele Regen in den letzten Tagen hat die Fässer gefüllt und auch dem restlichen Garten sehr gut getan. Es war in diesem Jahr bisher viel viel zu trocken!

 

Himbeer Rankhilfe der Sommerhimbeeren

Die restlichen Sommerhimbeeren sind nun auch am Spalier eingepflanzt. 5 Pflanzen in 4 Sorten wachsen nun im neuen Parzelle94-Obstgarten. Es sind: Tulameen, 2x Glen Ample, Sanibelle und Schönemann. Habe schon Rezepte für Himbeertorte rausgesucht – fehlen nur noch die Früchte ;-) Rechts daneben ist das Beet für die Herbsthimbeeren. Die sehen noch nicht so aus, als ob sie loswachsen wollen, aber ich bin froher Hoffnung, das sie bald durchstarten. Im Gegensatz zu den Sommerhimbeeren bekommen die Herbsthimbeeren kein Rankgitter, sondern eher eine Art „Terrasse“, wo sich die Himberrruten drauflegen können. Ein Sonnendeck quasi. Das habe ich jedoch noch nicht ganz fertig, ich zeige euch ein Foto, wenn es soweit ist.

Staudengarten im April mit gelben Tulpen

Als Abschluss des kleinen April-Rundgangs hier noch ein Blick auf die Staudenrabatte. Im Vordergrund fängt die Pumpelrose bereits an zu pumpeln. Die Tulpen blühen noch ein paar Tage und die Rosen stehen in den Startlöchern. Also nur falls sie meine Schnitt-Orgie gut verkraftet haben ;-) Es gibt dieses Jahr auch ziemlich viele Schnecken, wobei sie noch keinen großen Schaden angerichtet haben. Ich denke mal, denen ist es noch zu kalt und sie warten auf ihren großen Auftritt. Die Gehäuseschnecken sieht man schon öfters mal, aber die dürfen auch. Anders als die gefräßigen und nimmersatten Nacktschnecken. Die verstecken sich momentan noch. Aber ich werde sie finden! ;-)

Viele Grüße aus der Parzelle94!

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Seit 2006 Kleingärtner mit Passion und Experimentierfreude. Seit 2011 Gartenblogger. Naturnah und erdverbunden. Ohne viel Schnickschnack. Garten als Wohlfühloase und sommerliches Wohnzimmer ohne jeglichen Erfolgsdruck. Kommuniziere gerne über den Gartenzaun - besuche mich auf Instagram und Facebook! Mehr über mich

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