Der August 2013 stand ganz im Zeichen der Bienen. Im Garten lief alles soweit wie gewohnt, aber die erste Honigernte stand an! Juché! Direkt neben dem Bienenstand gibt es riesige Lindenalleen und die Bienen haben sich regelrecht draufgestürzt ;-) So hatte ich in kürzester Zeit einen prall gefüllten Honigraum und konnte zum ersten Mal eigenen Parzelle94-Honig schleudern.

offenes Langstroth Magazin mit Stockmeißel

Zuerst wurde das Bienen-Magazin geöffnet.

Honigernte Honigwabe abkehren

Dann die Hongwaben von den anhaftenden Bienen befreit. Ich habe sie ins Gras gekehrt – von dort fanden sie dann schnell wieder in den Bienenstock zurück.

Entdeckeln einer Honigwabe mit Entdeckelungsgeschirr

Vor dem eigentlichen Schleudern mussten noch die Deckel der Honigzellen entfernt werden. Das macht man mit einem Entdeckelungsgeschirr. Man klebt nach dieser Arbeit bis an die Ellenbogen!

goldgelber Honig im Glas aus eigener Ernte

Und das ist er – der erste eigene Hoooooooonig! Wie das alles mit der Honigernte im Detail funktioniert kannst Du hier im Blogbeitrag nachlesen.

Kürbis mit Laub und Blättern

Im Garten wurden die Kürbisse so langsam reif und bekamen Farbe.

Bienen mit Absperrgitter vor dem Flugloch

Direkt an die Honigernte schloss sich die Winterauffütterung mit Zuckerwasser an. Da hatte ich auch einen Blogbeitrag darüber verfasst. >>KLICK

Einfütterung der Bienen mit einem Holzkasten

Das ist die Futterzarge der Bienen. Dort in der Mitte steht der Futterbehälter.

Fütterung der Bienen mit Holzkasten und Korken als Schwimmhilfe

Dort sind viele Weinkorken drin, damit die Bienen nicht in der Zuckerlösung ertrinken. Ja, die Imker haben es nicht leicht. Das waren nämlich ganz schön viele Weinflaschen, die zu leeren waren, damit es den Bienen gut geht ;-) Aber was tut man nicht alles.

Vergleich alte und neue Bienen Waben

Hier sieht man nochmal schön den Unterschied zwischen altem und neuem Wabenbau. Das ist eine der geschleuderten Honigwaben exakt 7 Tage nach dem Schleudern. Die Bienen haben die Waben sofort wieder repariert. Da, wo man die hellen Waben sehen kann, hatte ich ein Stück Honigwabe zum Ausschlecken rausgeschnitten. Das haben die Bienen in Nullkommanix wieder mit Wabenbau ausgefüllt. Und der ist noch weiß – im Gegensatz zu den „alten“ Waben direkt daneben. Da war schonmal Honig drin und dadurch sind sie dunkler.

Gewächshaus Gurke nach Spinnmilben Befall

Am 10. August habe ich dann auch meine Gewächshausgurke gerodet. Es hat keinen Sinn mehr gemacht. Sie war schon wieder voller Spinnmilben. Raus damit.

haarige Raupe an einem Blatt

Eine Raupe knuspert an einem Blatt. Beeindruckendes Tier, oder?

reife Paprika California Wonder

Die Paprika California Wonder sind nun rot und kööööööstlich!

Weberknecht an einer Hauswurz

Der Weberknecht sonnt sich auf einer Hauswurz. Der August war insgesamt ein sehr schöner Monat mit viel gutem Wetter.

reife Zwiebeln im Beet

Erntezeit für die Zwiebeln!

Rose Westerland Blüte

Viele Blumen und Blüten findet man im August im Garten. Die Juli-Blütenschwemme zog sich direkt bis in den August herein. Hier kann man nochmal in den August-Blütenerinnerungen schwelgen.

Rose Westerland Blüte

Das ist die Rose Westerland. Bildschöne Blüten, toller Duft und für Bienen gut zu erreichen, da die Pollenfäden frei liegen. Und auch noch viele Knospen dran! Eine tolle Rose, sehr gesund, kein Rosenrost dran, nix. Steht aber auch sehr luftig, so daß sie nach einem Regen immer gut abtrocknen kann.

Chili Naga Bhut Jolokia reif

Die Chili „Naga Bhut Jolokia“ trägt wahnsinnig viele Früchte.

Freiland Feigenkaktus

Freiland Feigenkaktus Nahaufnahme

Der Freiland-Feigenkaktus wartet auf das Auspflanzen. Er ist winterhart.

Paprika und Tomaten Ernte

Erntezeit beginnt! Am 29. August waren die Tomaten richtig reif, auch die Paprika!

Kartoffeln und Bautzener Kastengurke

Aber leider war die Kartoffelernte etwas mau. Habe nur kleine Kartoffeln in der Erde gefunden. Irgendwie wollten die dieses Jahr nicht groß werden… Hätte ich vielleicht mal gießen sollen?

Kleine Kartoffeln in einer Hand

Schöne kleine Kartoffeln! Mit Rosmarin ein Genuß. Es hätten nur einige wenige mehr sein können ;-)

Ameisensäurebehandlung bei Bienen mit der Schwammtuchmethode

Im August war es dann auch notwendig, die Bienen gegen die Varroamilbe mt Ameisensäure zu behandeln. Ich hatte mich für die Schwammtuchmethode entschieden, mein Imker hat mir das auch so empfohlen. Man legt ein Tuch, welches mit einer bestimmten Menge Ameisensäure getränkt wurde, direkt auf die Bienenrähmchen drauf und die Säure tötet die Milben in den darauf folgenden Tagen ab. Lies hier den interessanten Blogbeitrag von damals, wenn Du mehr darüber erfahren möchtest.

Varroa Milbe auf einer Varroawindel nach der Ameisensäurebehandlung

So sehen die Milben aus. Da in der Mitte das fette schwarze Ding ist eine. Diese Milben kleben an den Bienen und vermehren sich in den Brutzellen, indem sie die Brut anstechen. Dabei übertragen sie Viren und Zeugs in die jungen Bienen und die sind dann natürlich sehr geschwächt und können ihre Arbeit nicht richtig verrichten. Deshalb müssen die Milben möglichst alle raus aus dem Bienenvolk.

Brutnest im Langstrothmagazin im August

Nach den ganzen Misserfolgen mit den Bienen in diesem Jahr war genau dieses Bild die Wiedergutmachung. Der gelbe Halbkreis da unten sind alles junge Bienen, die in Kürze schlüpfen werden – das Brutnest! Endlich ist eine gesunde Königin im Volk, die auch fleißig Eier legt! Coooool! Außen das Helle ist der Honig.

Fütterung der Bienen nach der Honigernte im September

Und so werden die Bienen gefüttert. Nachdem der Futterbehälter von den Bienen leergeleckt wurde, füllt man einfach das Zuckerwasser nach. Ich hatte immer Angst, das die Bienen, die noch drin sind, ertrinken würden. Aber nein, die schwimmen zusammen mit den Korken an der Oberfläche und lassen sich beim Fressen überhaupt nicht stören. Einige Bienen fraßen auch unter der Wasseroberfläche weiter, die habe ich dann per Hand gerettet.

Phacelia Saatgut

Im Garten war nun das Kartoffelbeet und das Zwiebelbeet frei geworden – Zeit für eine Gründüngung! Phacelia war die Pflanze meiner Wahl. Sie wächst schnell, bedeckt den Boden mit ihrem üppigen Laub und sieht dabei noch ganz gut aus. Hier gibts mehr über Gründüngung mit Phacelia zu lesen.

Das war der Monat August 2013 im Rückblick. Es hat sich ziemlich viel zugetragen im vergangenen Gartenjahr – jetzt wo ich den Rückblick schreibe erinnert man sich wieder Stück für Stück an die Details, die man schon wieder vergessen hatte. Bei der Vielzahl von Eindrücken kann man sich aber auch gar nicht alles merken – dafür gibt es ja diesen Blog. Wo wir gerade dabei sind: Bist Du schon Parzelle94-Facebookfan? ;-)

Wenn Du noch ein wenig mehr über den August in meinem schönen Kleingarten  schmökern möchtest: hier ist mein Blogarchiv für August 2013.

Hier geht der Jahresrückblick weiter mit dem Monat September 2013.

 

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Seit 2006 Kleingärtner mit Passion und Experimentierfreude. Seit 2011 Gartenblogger. Naturnah und erdverbunden. Ohne viel Schnickschnack. Garten als Wohlfühloase und sommerliches Wohnzimmer ohne jeglichen Erfolgsdruck. Kommuniziere gerne über den Gartenzaun - besuche mich auf Instagram und Facebook! Mehr über mich

2 Kommentare

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    Hallo Stefan,
    als ich nach der Paprika California Wonder gesucht habe, bin ich auf Deinen Blog gestossen und habe mir eben erstmal Deinen kompletten Jahresrückblick angeschaut – wirklich total toll, was Du alles an- und aufgebaut hast!
    Viele Grüße
    schoenschnabel

    • Stefan
      Stefan

      Hi Schoenschnabel! California Wonder ist eine gute Sorte – kann ich nur empfehlen! Schön das dir mein kleiner Blog gefällt! In der nächsten Zeit wird es wieder etwas mehr zu lesen geben, im Winter war nicht so viel los in der Parzelle :-). Viele Grüße !

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