Rosmarin auf dem Beet

 

Falls ihr schonmal in Italien wart, kennt ihr sicherlich diese riesigen Rosmarinbüsche, die einfach so an den Straßenrändern wachsen… Ich wollte sowas immer schonmal im Garten haben, doch leider ist Rosmarin in unseren Breiten nicht winterhart – man muss Rosmarin überwintern. Man schafft das mit einem Trick und kann ihn somit im Laufe der Jahre zu stattlicher Größe heranziehen! Vorrausgesetzt, man hat ein Gewächshaus. Es geht ganz leicht. Mein Rosmarin wächst jetzt schon das 2. Jahr in meinem Garten und hat den harten Winter 2012/13 perfekt weggesteckt. Ich hatte die Pflanze 2012 in einem Supermarkt für wenig Geld erworben. Damals war es noch ein kleines Pflänzchen. Mittlerweile ist es ein richter Busch geworden!

Rosmarin ausgraben

Als erstes gräbt man den Rosmarin großzügig aus. Dafür habe ich einen Spaten benutzt. Man lässt möglichst viel Erde dran, damit der Pflanze das spätere Einwachsen erleichtert wird.

Rosmarin ausgegraben

So sieht ein ausgegrabener Rosmarin aus. Die Wurzeln sind recht kompakt – das Ausgraben ist also keine Schwierigkeit.

Rosmarin im Gewächshaus vor dem Einpflanzen

 

Jetzt kommt der interessante Teil: Man braucht ein Gewächshaus. Dort gräbt man ein Loch, möglichst etwas weiter in der Mitte mit etwas Abstand zur Seitenverglasung. Durch den recht kleinen Wurzelballen muss das Loch nicht allzu groß sein. Dort kommt dann der Rosmarin rein und wird gut angedrückt und das Loch mit Erde verfüllt.

Rosmarin angießen nach dem Einpflanzen

Gründliches Angießen nicht vergessen! Ich habe eine 10L-Gießkanne geleert und dabei den Rosmarin etwas gerüttelt, damit sich die Wurzeln gut mit dem Erdreich verbinden.

Rosmarin im Gewächshaus eingepflanzt

So sieht der eingepflanzte Rosmarin bei mir im Gewächshaus aus.

Man sollte im Winter ab und an mal nachsehen – im Gewächshaus fällt leider kein Regen. Wenn es frostfrei ist, kann man ab und an einen Schluck Wasser drangeben, damit die Pflanze nicht vertrocknet.

Neben dem Rosmarin wächst momenten noch die ultrascharfe Chili und Tomaten sind auch noch im Gewächshaus drin. Im Winter ist der Rosmarin nun vor Starkfrösten geschützt und kann im nächsten Frühling wieder aufs Beet umziehen. Diese Methode habe ich letztes Jahr sehr erfolgreich angewendet und empfehle Sie euch hiermit weiter, falls ihr auch über ein Gewächshaus verfügt. Nebenbei habe ich übringens gleich noch ein paar Radieschen ins Gewächshaus gesät – die könnten noch groß werden, bevor der Winter kommt. Alternativ kann man auch noch Feldsalat aussäen – der wächst wunderbar und ist dazu noch 100% frostfest!

Viel Erfolg!

 

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Seit 2006 Kleingärtner mit Passion und Experimentierfreude. Seit 2011 Gartenblogger. Naturnah und erdverbunden. Ohne viel Schnickschnack. Garten als Wohlfühloase und sommerliches Wohnzimmer ohne jeglichen Erfolgsdruck. Kommuniziere gerne über den Gartenzaun - besuche mich auf Instagram und Facebook! Mehr über mich

12 Kommentare

  1. Avatar

    verrätst du uns noch, ob dein Überwinterungsgewächshaus einfach oder doppeltverglast ist, extra Noppenfolie hat ? Ist es beheizt? Bei minus 20 grad glaube ich nämlich sonst, daß Rosmarin dort auch erfrieren kann. Deine Erfahrung macht Mut. Ich habe zwar kein Gewächshaus aber ein Frühbeet, kalt mit Iso-Plexiglas. Habe aber Angst, dass dies nicht reicht und habe meine 10 cm hohen Rosmarinjungpflanzen nun Mitte Oktober ins Wohnzimmer gebracht. Aber für die kommenden Jahre…

    • Stefan
      Stefan

      Hallo! Habe keine Folie im Winter im Gewächshaus. Als Verglasung habe ich recht dünne Doppelstegplatten aus Kunststoff. Keine Heizung. Letzten Winter hatten wir sehr starke Fröste, aber den Rosmarin hat es nicht gestört. Er ist gut durchgekommen und kam im Frühling direkt wieder aufs Beet. Er darf nur nicht im Winter austrocknen. Deine kleinen Stecklinge würde ich sicherheitshalber die ersten 1-2 Winter im Haus lassen, aber kühl. Mein Rosmarin kam schon recht kräftig aus dem Supermarkt ;-)

  2. Avatar

    Hallo Zusammen!
    Habe seit diesem Jahre ein Anlehngewächshaus. Unbeheizt und ohne Erdanschluss, also gepflastert. Meine Rosmarinstecklinge (ca. 10 Stück) sind in kleinen Einzeltöpfchen auf einem Tisch gestellt darin super angewachsen. Leider bekam ich eine schreckliche Ungezieferplage (z.B. Trauermücken, … 1000-de!!!), die tummeln sich nun in den Anzuchttöpfen. Wenn ich diese, wie beschrieben ins Haus hole, „infiziere“ ich damit meine anderen Zimmerpflanzen. Was kann ich tun? Soll ich die Rosmarinpflänzchen aus der Erde nehmen, von der Erde befreien und in ungezieferfreie Erde topfen, dann könnte ich sie reinholen. Würden die feinen Wurzeln das überstehen? Oder allesamt in einen grossen Topf planzen, der dann evtl. nicht durchfriert und im Anlehngewächshaus lassen. Wie die Temperaturen im Winter dort sind, weiss ich noch nicht, … Hat jemand von Euch einen Vorschlag oder Erfahrungen damit gemacht??? Bei uns kann es im Winter schon mal 20 Grad minus bekommen oder monatelang zwischen 5 und 10 Grad minus haben.

    LG Jonny

    • Stefan
      Stefan

      Hi Jonny,

      würde die Stecklinge ins Haus holen. Frost ist für die Stecklinge nicht gut. Die Trauermücken müssen aber unbedingt vorher weg! Die fressen in Windeseile die zarten Wurzeln der Stecklinge ab – hoffentlich ist es noch nicht zu spät! Gegen die Trauermücken hilft bei starkem Befall leider nur die chemische Keule. Ist die Erde bei den Stecklingen zu nass? Das mögen die Trauermücken sehr gerne! Umtopfen wäre auch eine „Erste-Hilfe-Maßnahme“. Bei Zimmerpflanzen habe ich gute Erfahrungen mit Sand gemacht. Man bedeckt die Erde im Blumentopf mit einer 1-2cm dicken Sandschicht. Das mögen die Trauermücken nicht und verschwinden.

      Viele Grüße!
      Stefan von parzelle94.de

    • Avatar

      Hi Stefan,

      danke Dir für Deine Antwort.

      Ja, die Trauermücken kenne ich auch bei Zimmerpflanzen. Ist eigentlich die einzige Ungezieferplage, deren ich nicht Herr werde. Nicht mit Gelbtafeln oder absaugen oder (Quarz-)Sand als Deckschicht (ca. 3 cm) über der Erde. Habe ich sie einmal im Haus nützt kein Hausmittel. Man könnte mit Nematoden „giessen“ habe ich gelesen (?!?). Diese sollen den Trauermücken entgegenwirken. Hast Du damit Erfahrung gemacht? Bitte, welche chemische Keule meinst Du? Wir verwenden für unser gesamtes Grünzeugs eigentlich überhaupt keine Chemie, … da wir (oder unsere Nutz-Tiere) das meiste irgendwann selbst essen, …

      Ganz gewiss habe ich mal wieder zu viel gegossen, da es im Gewächshaus sehr heiss und damit auch schnell trocken ist, … tja und somit wohl die Trauermücken eingefangen, …

      LG Jonny

    • Stefan
      Stefan

      Hi Jonny,

      ich habe diese Nematoden selbst schonmal probiert. Das ist so ein Mittel, welches man gegen Mücken im Gartenteich benutzt. Funktioniert aber auch in Blumentöpfen! Es ist ein kleines Fläschchen und es genügt eine mikroskopisch kleine Menge davon in einer Kanne Wasser, mit dem man dann die Blumentöpfe gießt (1 Tropfen ist schon fast zuviel). Damit gießt man die Pflanzen und dann sollten die Trauermücken Grund zur Trauer haben ;-) Bei mir hat es funktioniert und die Trauermücken sind weniger geworden. Man muss die Behandlung jedoch mehrfach wiederholen. Einen Versuch ist es allemal wert, besser als Chemie, die ich auch nur sehr ungern und auch nur im Zimmergarten anwende. Draussen kommt mir nur Bio aufs Beet, aber im Haus wird man teilweise der Plage nicht mehr Herr, ich denke da nur an die aus dem Baumarkt eingeschleppten Wollläuse am Farn – fürchterlich!

      Viele Grüße!
      Stefan

    • Avatar

      Hi Stefan,

      danke Dir für die Antwort. Wo hattest Du denn die Nematoden gekauft/besorgt? Und wie war der Preis? Dass ich mehrmals anwenden muss, würde mich nicht stören, … hauptsache ohne Chemie. Man lernt ja immer neue Tricks dazu. Die Natur selbst hält ja viele Gegenmaßnahmen zur Schädlingsbekämpfung bereit. Am liebsten MIT der Natur arbeiten – so mein Motto.

      Letzte Nacht habe ich meine Rosmarinstecklinge (und alle Aloe-Vera-Stecklinge) in ihren kleinen Töpfchen in´s Haus geholt, auch auf die Gefahr hin, dass die Trauermückenplage mit umzieht. Gerade bekommen sie wieder frische Luft – hatte sie auf ein Tablett gestellt und dieses lässt sich schnell rein und raustragen.

      Kommende Nacht sagt er bei uns 4 Grad minus an. … Wieder umziehen. Das hin und hertragen stört mich aber dabei nicht. Nur die Schädlingsplage.

      Ach ja, hatte mir mal seltenen Rosmarin aus dem Internet bestellt, ganz tolles Pflänzchen, kam gut und unversehrt an, war auch nicht teuer aber voller SCHÄDLINGE (ebenso das Basilikum). Auch vom Baumarkt oder Discounter hole ich mir oft alle möglichen KrabbelFlugtiere mit der eigentlich sehr schönen Pflanze mit heim.

      LG und weiterhin viel Freude mit Deinem Grünzeugs

      Jonny

    • Stefan
      Stefan

      Hi Jonny,

      die Nematoden hatte ich aus dem Baumarkt. Die gibts überall. Preis war so um die 7 Euro – aber das Fläschchen reicht ewig.

      Die Baumärkte sind ideale Einfallstore für Schädlinge, man muss vor dem Kauf schon sehr genau hinschauen, damit man auch ja keine Schildlaus etc. übersieht ;-)
      Bei Pflanzen für Draußen mag das funktionieren, es gibt viele hungrige Mäuler in der freien Natur, die sich um die Biester kümmern. Aber im Haus wird die Sache schon schwieriger.

      Viele Grüße!
      Stefan

    • Avatar

      Hi Stefan,

      danke Dir für die Antworten, … die Nematoden besorge ich mir im Fläschchen (hoffe die sind getrocknet lange haltbar) bei uns im Baumarkt.

      Feedback folgt!

      Jetzt hat auch der Weihnachtsstern (4-jährig und den Sommer über im Garten, … umgetopft, … reingeholt und wahrscheinlich zuuuu viel gegossen) Trauermücken, die Plage beginnt, … ÄRGERÄRGER.

      LG Jonny

    • Stefan
      Stefan

      Die Bakterien im Fläschchen kommen in flüssiger Form – nicht getrocknet. Hält aber trotzdem eine kleine Weile.

      Viele Grüße!

  3. Avatar

    Hallo, ich habe einen ungefähr 10Jahre alten Rosmarin. Er wächst an einer Hauswand und ist von einer niedrigen Buchsbaumhecke umzingelt. Das mag er scheinbar sehr. Bisher hat er ohne weitere Schutzmaßnahme die auch sehr kalten Winter überstanden.
    Gruß Andrea

    • Stefan
      Stefan

      Hallo Andrea! 10 Jahre – WOW! Solange hab ich noch keinen Rosmarin durchbekommen ;-) Je nach Klima überwintern die Rosmarine auch in unseren Breiten und bei Dir scheint der Rosmarin einen Standort zu haben, der ihm sehr zusagt. Bei mir froren die jedoch leider immer weg. Entweder vertrocknet oder erfroren… Im Gewächshaus jedoch nimmt der kleine Busch keinen Schaden… Viele Grüße aus der Parzelle94!

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