Ja, es ist erst etwas über 3 Wochen her, seitdem uns Schnee und Eis im Griff hatten! Dementsprechend viel ist bisher auch schon im Garten passiert – die Natur ist regelrecht explodiert in dieser kurzen Zeit.

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Gemüsebeete nach der Aussaat

In meiner Parzelle musste ich ganz schön schwitzen, damit alles rechtzeitig fertig wird – kam überhaupt nicht zum bloggen ;-)

Als erstes waren die Beete dran. Das Unkraut wuchs über den Winter sehr gut und hat sich hervorragend vermehrt. Dem musste ich nun durch gründliches Häckeln den Garaus machen. Auf einigen Beeten lagen auch noch die vertrockneten Reste der Gründüngung vom Herbst bzw. der liegengelassene Pflanzenschnitt. Diese Reste habe ich einfach abgerecht und auf den Kompost gebracht. Beim Boden lockern zeigte sich die Wirkung der Gründüngung – feinkrümelige Erde ist entstanden und hunderte Regenwürmer kamen zum Vorschein! Nachdem ich letztes Jahr im Frühling bei der Bodenbearbeitung fast gar keine Regenwürmer gefunden habe ist das eine wunderbare Verbesserung und ein Indiz dafür, das der Boden nun gesünder und besser belebt ist – quasi mehr Bodenorganismen tätig sind, die mir recht viele Nährstoffe umwandeln, damit das Gemüse besser wächst.

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Auf den Staudenbeeten zeigte sich in diesem Jahr wieder die Tulpenpracht, die mir der Garten-Vorbesitzer hinterlassen hat. Ein Feld aus gelben und roten Tulpen blüht jeden Mai in meiner Parzelle. Die Nachbarn bleiben immer am Zaun stehen und schauen – einige fotografieren sogar ;-) Jetzt, am 8. Mai, ist die Pracht am Schwinden. Ich knipse den verblühten Tulpen den Blütenstiel ab, damit die Zwiebel keine Kraft in die Samenbildung stecken muss, sondern sich ganz aufs Nährstoffsammeln konzentrieren kann. Die Blätter werden erst abgeschnitten, wenn sie welken!
Ansonsten hatten einige Stauden noch vertrocknetes Laub vom Vorjahr dran – das habe ich jetzt erst abgeschnitten. Darin konnten viele Insekten und viel Getier den Winter überstehen. Diese kleinen Nützlinge sind jetzt jedoch alle geschlüpft und halten nun die Schädlinge im Garten in Schach. So jedenfalls der Plan. Die Abschnitte der Stauden und Gräser landen ebenfalls auf dem Kompost und werden so umweltverträglich recycelt. Es ist immer schön, dem Staudenbeet beim Frühjahrserwachen zuzusehen – was da alles aus der Erde kommt!

Neu angelegtes Dahlienbeet mit Tulpen
Neu angelegtes Dahlienbeet mit Tulpen

Habe die Gunst der Stunden genutzt, und am Sonntag ein Dahlienbeet am Zaun angelegt. Dort wachsen jetzt 12 ungefüllte (wegen der Bienen) Dahlien. Einige Tulpen musste ich ausgraben, weil sie auf dem Beet wuchsen, diese habe ich jedoch in einer Reihe an den neuen Wegplatten wieder eingepflanzt. Sie welken nun ein wenig, aber ich hoffe, das die Wurzeln bald wieder einwachsen. Tulpen während der Blüte umzupflanzen ist wahrscheinlich keine allzu gute Idee….

Paprika Lombardo, Naga Bhut Jolokia und Golden Wonder im Gewächshaus
Paprika Lombardo, Naga Bhut Jolokia und Golden Wonder im Gewächshaus

Im Büro hatte ich seit Februar Paprika- und Tomatenpflanzen angezogen. Mittlerweile zu stattlicher Größe gewachsen habe ich sie nun ins Gewächshaus verpflanzt. Ihnen wurde es einfach zu eng im Töpfchen. Hier auf dem oberen Bild sieht man die Paprikasorten Lombardo (links) und Naga Bhut Jolokia (Mitte) sowie Golden Wonder (rechts – jeweils an den Stäben).

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Auf dern anderen Seite des Gewächshauses wachsen die Tomaten „San Marzano“ und „Malinowski“ – zwei Sorten, die ich besonders mag und die besonders lecker sind!
Daneben stehen noch die Frühjahrs-Salat- und Kohlrabipflanzen. Letztes Jahr waren diese schon etwas eher aus dem Gewächshaus verschwunden, da der Winter schon etwas eher vorbei war. So konnte man das Gewächshaus schon etwas eher bepflanzen und dementsprechend auch etwas eher ernten. Aber dieses Jahr ist alles leider etwas später gewesen und deshalb treffen sich Tomaten und Salat zum lustigen Stelldichein ;-) Sie werden es verkraften.

umgepflanzter Kohlrabi - kurz nach dem Umpflanzen
umgepflanzter Kohlrabi – kurz nach dem Umpflanzen

 

Weil im Gewächshaus der Kohlrabi noch wuchs, aber der Platz für die Tomaten gebraucht wurde, habe ich den Kohlrabi kurzerhand großzügig ausgegraben und aufs Beet gepflanzt. Ich fand diese Idee wunderbar, ganz im Gegenteil zum Kohlrabi. Der ließ erstmal schön die Blätter hängen. Habe ordentlich angegossen, aber keine Reaktion.

umgepflanzter Kohlrabi - kurz nach dem Umpflanzen

umgepflanzter Kohlrabi – 3 Tage nach dem Umpflanzen

Nach 3 Tagen dann hatte er sich ein klein Wenig erholt. Ich bin jedoch guter Hoffnung – würde aber Kohlrabi in dieser Größe nicht mehr umpflanzen wollen. Er hat wohl schon ganz viele feine Würzelchen gebildet, die man beim Umpflanzen kaputt macht. Vorne im Bild erkennt man die ersten Blättchen des Pfücksalats und etwas weiter hinten steht der Nachwuchs vom Kopfsalat. Wächst alles sehr schön und kann demnächst vereinzelt werden. Man darf beim Vereinzeln der Pflänzen nicht zimperlich sein – ein ausreichender Abstand zwischenden Pflanzen ist absolut notwendig und sichert gesunde und ertragreiche Pflanzen! Der Gedanke, lieber eine Pflanze mehr auf die Reihe zu nehmen und dadurch scheinbar den Platz auf dem Beet besser auszunutzen schmälert den Ertrag!

Frühjahrsdurchsicht der Bienen
Frühjahrsdurchsicht der Bienen

 

Momentan bin ich ja auf dem Weg, Imker zu werden und so war ich letztes Wochenende auch wieder beim Imkerkurs. Diesmal ging es direkt an die Bienen. Wir haben gemeinsam die Frühjahrsdurchsicht durchgeführt. Es wurde auf Weiselzellen kontrolliert – also ob die Völker schon in Schwarmstimmung kommen. War aber alles okay und die Honigräume konnten auf die Völker aufsgestellt werden. Bei dieser Gelegenheit hat unser Lehr-Imker auch gleich einen Ableger gebildet und somit den Grundstein für ein neues Bienenvolk gelegt. Meine Bienenbeuten von www.bienen-beute.de sollten auch demnächst geliefert werden… Fehlen dann nur noch die passenden Bienenvölker! ;-)

Das wars eigentlich bis hierher – werde demnächst weiter berichten, wie das Gartenjahr in der Parzelle94 voran schreitet. Der Kompost ist noch umzubauen und die Blumenwiese braucht noch etwas Zuneigung – doch dazu demnächst mehr.

Das kleine Immergrün (Vinca minor) blüht übrigens in diesem Jahr bei mir wunderschön und sehr üppig!

 

Kleines Immergrün (Vinca minor)
Kleines Immergrün (Vinca minor)

 

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Seit 2006 Kleingärtner mit Passion und Experimentierfreude. Seit 2011 Gartenblogger. Naturnah und erdverbunden. Ohne viel Schnickschnack. Garten als Wohlfühloase und sommerliches Wohnzimmer ohne jeglichen Erfolgsdruck. Kommuniziere gerne über den Gartenzaun - besuche mich auf Instagram und Facebook! Mehr über mich

2 Kommentare

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    Wie war denn dein Fazit? Hast du durch die belebtere Bodenstruktur den Eindruck gehabt, dass deine Pflanzen besonders gedeihen?

    • Stefan
      Stefan

      Ja, das war tatsächlich so. Man merkte an der Bodenstruktur, das nun mehr Humus darin enthalten war und die Pflanzen wuchsen auch besonders gut.

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