Gladiolen mögen viele Gärtner nicht, weil sie die Arbeit scheuen, die damit verbunden ist – aber sie gehören mit zu meinen Lieblingsblumen im Garten! Dabei braucht man nur relativ wenig Aufwand  im Frühling und Herbst – verglichen mit der unbeschreiblich schönen und langen Blütenpracht im Sommer ein Klax ;-) Probier es doch mal aus – jetzt ist Gladiolen-Pflanzzeit!

So sieht eine Gladiole aus:

Gladiolenzwiebel von der Seite - Seitenansicht
Gladiolenzwiebel von der Seite – Seitenansicht

Von der Seite betrachtet sieht die Gladiolenzwiebel so aus. Plattgedrückt und rund. Sie hat eine Ober- und eine Unterseite. Das ist wichtig zu wissen!

Unterseite

Gladiolenzwiebel Unterseite
Gladiolenzwiebel Unterseite

Das ist die Gladiolenzwiebel-Unterseite. Man sieht einen runden Bereich mit kleinen Knubbeln – dort kommen die Wurzeln raus. Diese Seite muss nach unten!

Oberseite

Gladiolenzwiebel Oberseite
Gladiolenzwiebel Oberseite

Das ist die Zwiebel von oben. Man sieht, wo der Stiel im letzten Jahr rausgekommen ist (in der Mitte diese holzige Stelle) und auch schon den neuen Austrieb. Das ist die Oberseite. Wie der Name schon sagt, muss diese Seite beim Pflanzen unbedingt oben sein ;-)

Einpflanzen

Gladiolenzwiebel vor der Pflanzung
Gladiolenzwiebel vor der Pflanzung

Ich habe ein Beet am Zaun auserkoren, dieses Jahr das Gladiolenbeet zu sein. Am Zaun kann ich die Gladiolen auch bequem anbinden, falls sie kurz vor dem Umfallen sind. Einige Zwiebeln habe ich seit März im Keller schon vorgezogen, damit die Blüte eher einsetzt. Dazu einfach einige Knollen auf etwas Blumenerde legen und ab und an gießen.

Auf dem vorbereiteten Beet habe ich die Gladiolenzwiebeln nun ausgelegt, um eine gleichmäßige Verteilung zu erreichen.  Vorgetriebene Zwiebeln wechseln sich mit nicht vorgetriebenen ab. Man sollte einen Pflanzabstand von mindestens 10cm einhalten.

Gladiolenzwiebel pflanzen
Gladiolenzwiebel pflanzen

Nun werden die Pflanzen an den ausgewählten Stellen eingepflanzt. Ich benutze einen Blumenzwiebelsetzer** (hoffe, der heißt auch so :-) Damit funktioniert es perfekt! Einfach 15cm  in die Erde drücken, rausheben, Zwiebel rein (oben und unten beachten!) und dann die Erde drüber, festdrücken, fertig! Habe so in Rekordzeit ca. 70 Zwiebeln gepflanzt! Pflanztiefe 15cm – das ist tief genug, damit die Gladiolen nicht umfallen – sie werden ca. 1,20m hoch.

vorgezogene Gladiolenzwiebel
vorgezogene Gladiolenzwiebel

So sieht eine frisch eingepflanzte, vorgezogene Gladiole aus.

Fertig. So pflanzt man Gladiolen schnell und einfach. Gießen ist n0rmalerweise nicht notwendig. Die Zwiebeln werden schnell einwurzeln und austreiben.

Nützliches Werkzeug

Noch ein Wort zum Zwiebelsetzer. So ein Ding ist ungemein praktisch, wenn man oft Zwiebeln – wie etwa Gladiolen – setzt. Auch z.B. Tulpen oder andere Zwiebeln kann man damit flott in die Erde bringen. Dieses Werkzeug gibt es manchmal sehr günstig für unter 5 Euro. Man muss dazu jedoch die Augen in den Märkten offen halten, wenn sie mal im Angebot sind. Dann unbedingt zugreifen! Sie sind auch im Ganzjahresangebot von Baumärkten erhältlich, aber dann erheblich teurer. Das muss ja nicht sein.

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Gladiolen im Herbst

Im Herbst nimmt man die Gladiolen, wenn das Laub welkt (NICHT EHER, es sei denn, es kommt Frost – den können Gladiolen überhaupt nicht leiden), aus der Erde. Ich lasse die Zwiebeln dann in der Laube mitsamt dem Laub liegen, bis alles vertrocknet ist (dort darf jedoch auch kein Frost drankommen!). Dann kann man das Laub leicht von der Zwiebel trennen. Bitte das Laub nicht abschneiden. Die Zwiebel entscheidet den Zeitpunkt der Trennung ;-)

Vorbereitung und Einlagerung für den Winter

Ich persönlich mache immer die papierartige Hülle um die Zwiebel ab. Sie lässt sich leicht lösen. Unter dieser Hülle kann sich so manches Getier verstecken, welches die Zwiebel dann als Leibspeise im Winterquartier verspeist. Diesem Risiko geht man so aus dem Weg. Im Winterlager müssen die Zwiebeln unbedingt trocken, frostfrei und luftig gelagert werden. Sie faulen leider leicht, deshalb schön luftig lagern! Ich lege sie immer in flachen Schichten in Stiegen – bisher nix geschimmelt. Im Frühling sortiert man dann die faulen Zwiebeln raus (falls es welche gibt) und den Rest ins Beet.

Kurze Zusammenfassung:

  • Gladiole im Mai auspflanzen, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind
  • 15cm tief
  • 10cm Abstand zueinander
  • Blüten kann man für die Vase schneiden! Jedoch Laub dran lassen!
  • Im Herbst wenn das Laub welkt, Zwiebeln raus aus der Erde
  • Laub in frostfreiem Raum komplett vertrocknen lassen
  • dann Laub entfernen und Papierhülle enternen
  • luftg, frostfrei und dunkel lagern
  • fertig! ;-)

Mehr zum Thema Gladiolen:

Zum Thema Gladiolen habe ich auch letztes Jahr schonmal gebloggt (jeweils mit Fotos):

Gladiolen werden im Herbst ausgegraben

Gladiolen Zwiebeln für den Winter einlagern

Gladiolenzwiebeln vortreiben

Viel Spaß!

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Seit 2006 Kleingärtner mit Passion und Experimentierfreude. Seit 2011 Gartenblogger. Naturnah und erdverbunden. Ohne viel Schnickschnack. Garten als Wohlfühloase und sommerliches Wohnzimmer ohne jeglichen Erfolgsdruck. Kommuniziere gerne über den Gartenzaun - besuche mich auf Instagram und Facebook! Mehr über mich

2 Kommentare

  1. Avatar

    Hallo guten Tag.
    Kann man Gladiolen, Dahlien und Lilien auch noch im Juni Planzen ???

    • Stefan
      Stefan

      Hallo, kann man, lohnt aber nicht ;-) Lilien können im Herbst in die Erde und Dahlien und Gladiolen am Besten kurz vor den Eisheiligen.

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