[UPDATE] Besuch auf der Saatgutbörse Bautzen am 11. Februar 2012 im Mehrgenerationenhaus

Saatgutbörse Bautzen - Saatgut-Tütchen mit alten und besonderen Blumen- und Gemüsesorten

Update: es gibt eine Website mit den Terminen der Saatgut Tauschbörsen:
Lebendige-Vielfalt.org

Saatgutbörsen sind tolle Gelegenheiten, alte Gemüse- und Blumensorten zu tauschen und zu bekommen und gleichzeitig mit erfahrenen Gärtnern Erfahrungen auszutauschen und Wissen weiterzugeben.

Das Ziel der Veranstaltung war,

den Fokus der (jungen und älteren) Gärtner auf alte und vergessene, aber jedoch botanisch (und geschmacklich) wertvolle Gemüse- und Blumensorten zu richten und durch den Anbau und die Vermehrung dieser Sorten und deren Erhaltung und Wiederverbreitung zu fördern.

Verschiedene Züchter und Kleingärtner hatten ihr überzähliges Saatgut in kleine Tütchen gepackt und auf dem „TauschTisch“ platziert. In freundlicher Atmosphäre kam man schnell ins Gespräch und die eine oder andere Packung Saatgut wechselte den Besitzer. Auch für die, die nix zum Tauschen mitgebracht hatten, war es kein Problem, sich bei den Samentütchen zu bedienen. Mit der Bitte, dieses Saatgut auch wirklich anzubauen und die daraus entstehenden neuen Samen zu ernten und zu tauschen, wird der Gedanke der Saatgutbörsen bekräftigt und der Beschenkte (in dem Fall ich) wurde animiert, es auch mal zu versuchen mit den neuen alten Sorten (und natürlich bei der nächsten Tauschbörse mit selbst geerntetem Samen die Tische zu füllen).

Diese Saatgutbörse in Bautzen war die erste dieser Art in der Region und weitere werden hoffentlich folgen!
Die Veranstaltung war recht gut besucht und man merkt, das im Bewusstsein der Hobbygärtner Artenschutz und -erhalt der alten einheimischen bewährten Sorten immer stärkere Bedeutung erlangen.

Hier eine kleine Auflistung meiner „Beute“:

Blumen:

Bin schon sehr gespannt, ob es diese Sämlinge schaffen, zu keimen. Diese Pflanzen erscheinen mir etwas sehr divenhaft.

Laut Beschreibung eine reizend schöne, aber giftige, blau blühende Blume, die im Gewächshaus gegen Schädlinge helfen soll!

Habe ich schon ewig gesucht, aber nie gefunden. Ich liebe Cosmea, hatte aber bisher immer nur weiße, rosa oder lila Blüten.

Steht auch auf meiner Staudenliste – fehlt bisher noch. Aber dank der Saatgutbörse kann ich nun dieses Saatgut auf meiner Liste abhaken ;-)

Fehlte mir bisher ebenfalls – gehört einfach in JEDEN Garten!

Schreibe ich jetzt mal ebenfalls in den Bereich „Blumen“, weil ich ihn wegen der schönen Blüte anbauen möchte.

Tomaten

Die Tomatensamen der Saatgutbörse kommen teilweise von einigen privaten Kleingärtnern, einige spezielle Sorten jedoch vom Betreiber der Website www.tomaten-atlas.de. Der betreibt gleich bei uns um die Ecke mit Begeisterung eine aufwändige Hobbyzucht mit extrem vielen verschiedenen Tomatensorten. Beim Tomatenatlas bekommt man Informationen über fast jede nur erdenkliche Tomatensorte mit Sortenbeschreibung sowie viel Bildmaterial. Man kann sogar als Benutzer eigene Bilder hochladen – etwa für Sorten, wo noch kein Bild vorhanden ist. Sehr zu empfehlen als Nachschlagewerk und daher ab heute auch in unserer Linkliste.

Hier die Sorten, die ich ergattern konnte:

DIE italienische Tomate schlechthin. Werde testen, ob sie auch in unserem nicht ganz so warmen Klima gedeiht.

Eine russische Sorte mit gutem Ertrag, grössere Früchte und sehr fruchtig laut Sortenbeschreibung. Ich freu mich jetzt schon!

Eine fast schwarze Tomate – leicht in der Anzucht und empfohlen für Anfänger. Na wenn das nix wird ;-)

Sonstiges

Ähnlich wie die Physalis, aber früher in der Ernte. Physalis erntete ich bisher immer im Spätherbst – vorher wurden die einfach nicht reif. Bei der Ananaskirsche fällt die Ernte auf weitaus frühere Termine.

  • Bautzener Kastengurke

Vom Verein, der die Saatgutbörse veranstaltete, extra aus einer Saatgutbank organisiert, um diese Sorte wieder zu kultivieren. Es ist eine Einlegegurke mit Historie – leider vergessen worden. Die Bautzner Kastengurke ist alleine schon wegen ihrem Namen – Bautzen ist schliesslich unsere Kreisstadt – einen Anbau wert. Ich werde es versuchen und falls Gurken dran sind, auch wieder Saatgut ernten. Leider gibts dazu noch kein Bildmaterial – ich werde welches nachliefern aus eigener Anzucht.

So, nun muss alles nur noch schön wachsen ;-)

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Author: Stefan

Seit 2006 Schrebergärtner mit Passion und Experimentierfreude. Seit 2011 Gartenblogger. Naturnah und erdverbunden. Ohne viel Schnickschnack. Garten als Wohlfühloase und sommerliches Wohnzimmer ohne jeglichen Erfolgsdruck. Kommuniziere gerne über den Gartenzaun ;-) Besuchen Sie die Parzelle 94 auch auf Google+!

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2 Kommentare

  1. toll das immer mehr Menschen sich auf Ihre Grundbedürfnisse besinnen – frisches Wasser und gesunde Nahrung – und die Initiative ergreifen um dem gesellschaftlich verordneten Hamsterrad zu entrinnen. Es ist ein guter Weg mit den Händen in der Erde wühlen, man bekommt wieder einen Bezug zur Erde und unserer Umwelt…

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    • Mit den Händen in der Erde wühlen ist tatsächlich eine tolle Erfahrung, besonders wenn nach dem Waschen die Fingernägel schwarz bleiben ;-) Gemüse kommt eben nicht aus dem Supermarkt. Danke für Deinen Kommentar und viele Erfolg mit Deinem Projekt Allmende e.V.!

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